Der ehemalige Chefjustiziar der Finanzmarktaufsicht (CMF), José Antonio Gaspar, gab in einem Interview bekannt, dass er nicht mit seiner Entlassung am 19. März durch die neue Präsidentin Catherine Tornel gerechnet habe.
Gaspar, der die Position fünf Jahre lang innehatte, nachdem er zuvor zwölf Jahre bei der Regulierungsbehörde tätig war, betonte seine gute berufliche Beziehung zu Tornel. Er erinnerte daran, dass beide bei Gesetzesentwürfen zusammengearbeitet hätten, als sie Koordinatorin im Finanzministerium war.
Die Präsidentin teilte ihm mit, dass die Entscheidung auf einen notwendigen Führungswechsel für die kommenden Zeiten zurückzuführen sei. Gaspar akzeptierte dies als legitime Befugnis ihres Amtes und merkte an, dass die Beziehung weiterhin herzlich sei, auch im Hinblick auf ausstehende Projekte wie ein Buch über Bankenaufsicht.
In dem Interview verteidigte Gaspar die Entscheidungen des CMF-Rates und wies die Wahrnehmung zurück, er habe übermäßige Macht ausgeübt. Er erklärte, seine Rolle habe darin bestanden, zu beraten, während die Kommissare die endgültigen Beschlüsse gefasst hätten.
Der Anwalt erwähnte zudem Meilensteine wie die Zusammenlegung der ehemaligen Wertpapier- und Versicherungsaufsichtsbehörde mit der Bankenaufsicht und stellte fest, dass die CMF zwar gut funktioniere, aber in Aspekten der Unternehmensführung verbessert werden könne.