Finanzexperten schlagen Maßnahmen zur regulatorischen Vereinfachung in Chile vor

Auf einer Podiumsdiskussion an der Universidad de Los Andes erörterten Führungskräfte aus dem Banken-, Versicherungs- und Investmentfondssektor Wege zum Abbau regulatorischer Hürden und zur Stärkung ihrer Märkte. CMF-Präsidentin Catherine Tornel reagierte darauf und verwies auf das Potenzial für kurzfristige Fortschritte. Die Veranstaltung mit dem Titel „Simplificación regulatoria: oportunidades y riesgos“ war mit hochrangigen Branchenvertretern besetzt.

Am Mittwoch fand an der Universidad de Los Andes eine von Mauricio Larraín, dem Präsidenten des Beirats für Kapitalmärkte, moderierte Podiumsdiskussion statt. José Manuel Mena, Präsident des Bankenverbandes (Abif), Marcelo Mosso, Exekutivdirektor des Versichererverbandes, und Luis Alberto Letelier, Präsident des Verbandes der Investmentfondsverwalter (Acafi), sprachen über Vorschriften, die das Wachstum ihrer Branchen behindern. CMF-Präsidentin Catherine Tornel nahm an der Diskussion teil.

Mena hob die Harmonisierung mit Basel III als zentral hervor und wies auf Unterschiede bei risikogewichteten Aktiva im Vergleich zu globalen Standards hin. „Chile hat sich an Europa als Referenz orientiert, was legitim ist. Aber Europa steht vor einer Hauptschwierigkeit: der Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Banken“, sagte er.

Letelier verwies auf oberflächliche Kapitalmärkte, was er auf eine Kapitalertragssteuer von 10 % auf Aktienverkäufe zurückführte. Er begrüßte den am selben Tag von der Regierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Abschaffung dieser Steuer und zur Wiederherstellung der Befreiung von vor 2022, allerdings nur für börsennotierte Aktien. Er schlug vor, die Fondsverwaltung von der Investitionsverwaltung zu trennen, wie es in entwickelten Märkten üblich ist.

Mosso kritisierte die Anlagegrenzen für technische Rückstellungen, die seit 1931 durch das DFL 251 festgelegt sind. Er drängte auf Fortschritte bei der risikobasierten Aufsicht nach dem Vorbild von Solvency II, für die seit 2011 ein Gesetzentwurf im Kongress blockiert ist.

Tornel erklärte, dass Basel Teil des Regulierungsplans der CMF sei, wenn auch langfristig. Den Vorschlag von Acafi werde man prüfen, wobei dies Gesetzesänderungen erfordere. Im Versicherungsbereich zeigte sie sich optimistisch und wies auf mögliche Anpassungen der CMF-Normen hin.

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