Der Philosoph und Ökonom Horacio Fazio kritisierte die Intervention von Präsident Javier Milei zur Verteidigung des Regierungssprechers Manuel Adorni. Er erklärte, dass der Präsident in einem Fall, der bereits Gegenstand einer gerichtlichen Prüfung ist, nicht gleichzeitig als Richter und Partei auftreten könne.
Fazio führte aus, dass Adornis Situation innerhalb weniger Tage hätte geklärt werden können, wenn die erforderlichen Vermögenserklärungen fristgerecht eingereicht worden wären. Er merkte an, dass die mutmaßlichen Ausgaben in sechsstelliger Höhe in nicht deklarierten Dollar-Beträgen beschämend seien und brachte den Fall mit Mileis früheren Äußerungen in Verbindung, in denen dieser Steuerhinterzieher als Helden bezeichnet hatte.
Der Analyst betonte, dass in einem republikanischen System die Gewalten getrennt bleiben müssen. Er kritisierte den Präsidenten dafür, dass er sich öffentlich hinter Adorni gestellt und dessen Entlassung ausgeschlossen habe, ohne ein gerichtliches Urteil abzuwarten.
Fazio hinterfragte zudem die Abhängigkeit der Regierung von sozialen Medien und Streaming-Übertragungen. Er merkte an, dass die Zeit eines Regierungschefs der Allgemeinheit und nicht dem Amtsträger selbst gehöre.