Das Kenya Meteorological Department hat überdurchschnittliche Niederschläge in den zentralen und westlichen Regionen während der Langregen März-Mai prognostiziert, was Hoffnung für Landwirte und Viehzüchter in den Kornkammern des Landes bietet. Experten warnen jedoch, dass die trockensten Regionen wie die Arid and Semi-Arid Lands sich mit diesen Regenfällen allein nicht vollständig von der anhaltenden Dürre erholen könnten. Die Regierung hat etwa 6 Milliarden Ksh freigegeben, um die am stärksten betroffenen Gemeinden zu unterstützen.
Kenia kämpft mit einer der schlimmsten Dürren seit über vier Jahrzehnten, die zwei Millionen Menschen hungert stellt. Das Kenya Meteorological Department gibt an, dass die Langregen von März bis Mai nach dem Ausbleiben der Kurzregen des Vorjahres erhebliche Erleichterung bringen werden. „Die Lage in den Kornkammerregionen des Landes sieht vielversprechend aus, mit ausreichend Regen während der Langregenzeit erwartet“, sagte das Kenya Meteorological Department am Dienstag, den 3. Februar. Die Prognose sieht überdurchschnittliche Niederschläge im zentralen und westlichen Kenia vor, was Landwirten und Viehzüchtern vorsichtige Hoffnung gibt. Dennoch warnen Experten, dass die ariden und semiariden Länder, oder ASALs, einschließlich Counties wie Mandera, Wajir und Garissa, sich mit diesen Regenfällen allein nicht vollständig erholen werden. „Sogar durchschnittliche bis überdurchschnittliche Niederschläge könnten nicht ausreichen, um das bereits vorhandene Defizit auszugleichen, da die OND-Regen in diesen Gebieten ausgefallen sind“, erklärte der Klimaberater des Kenya Meteorological Department. Der stellvertretende Premierminister Musalia Mudavadi hat bestätigt, dass die Regierung etwa 6 Milliarden Ksh freigegeben hat, um Gemeinden in den am stärksten betroffenen ASAL-Counties zu unterstützen. Die National Drought Management Authority leitet die Hilfsmaßnahmen, die Lebensmittelhilfe, Notfall-Bargeldtransfers, Wassertanklaster, erweiterte Schulspeisungsprogramme und Viehunterstützung durch Abnahme, Heu und Impfstoffe umfassen. Die aktuelle Trockenperiode wird durch ein ausgereiftes La-Niña-Ereignis und ein negatives Indischer-Ozean-Dipol beeinflusst, die beide die Niederschläge in Ostafrika reduzieren. Nachbarländer wie Somalia, Tansania und Uganda stehen vor ähnlichen Herausforderungen und unterstreichen die Notwendigkeit regionaler Kooperation. Klimawissenschaftler beobachten einen möglichen Wechsel zu El-Niño-Bedingungen von Mai bis Juli 2026, der später im Jahr zusätzliche Regen bringen könnte. Das Kenya Meteorological Department fordert die Gemeinden auf, vorbereitet zu bleiben, da diese Langregen für die nationale Ernährungs- und Wassersicherheit entscheidend sind.