Kings Pride Properties Limited hat angekündigt, seinen Geschäftsbetrieb in Kenia nach mehr als acht Jahren in der Immobilienentwicklung einzustellen. Ein High Court in Nairobi erließ einen Liquidationsbeschluss, ernannte einen Liquidator und gab Gläubigern eine Frist von 30 Tagen, um ihre Forderungen einzureichen. Von der Schließung sind fast 300 kenianische Mitarbeiter betroffen.
Kings Pride Properties Limited mit Hauptsitz in Nairobi war über acht Jahre lang im kenianischen Immobilienentwicklungssektor tätig. Das Unternehmen erarbeitete sich einen Ruf als führend bei erschwinglichen Wohneigentumslösungen mit Projekten in Nairobi und den benachbarten Bezirken wie Kiambu. Es beschäftigte fast 300 Kenianer.
Einer öffentlichen Bekanntmachung zufolge hat der High Court in Nairobi einen Liquidationsbeschluss erlassen, das Unternehmen unter ein Abwicklungsverfahren gestellt und einen Liquidator ernannt, der die Kontrolle über die Vermögenswerte zur Veräußerung übernimmt, um Schulden zu begleichen. "Alle Personen, die Forderungen gegen Kings Pride Properties Limited haben oder bei diesem Unternehmen verschuldet sind, werden hiermit aufgefordert, innerhalb von 30 Tagen vollständige Angaben zu ihren Forderungen sowie Belege schriftlich beim Liquidator einzureichen", heißt es in einem Teil der Mitteilung.
Die Mitteilung untersagt Gläubigern zudem die Einleitung oder Fortführung von Gerichtsverfahren gegen das Unternehmen ohne gerichtliche Erlaubnis. "Hiermit werden alle Personen darauf hingewiesen, dass kein Gläubiger ohne vorherige gerichtliche Genehmigung gemäß den Bestimmungen des Insolvenzgesetzes rechtliche Schritte gegen das Unternehmen einleiten oder fortsetzen darf", heißt es weiter.
Diese Schließung reiht sich in andere Geschäftsaufgaben in Kenia in den letzten sechs Monaten ein, darunter KOKO Networks, das sich im Februar nach einem Streit um Emissionsgutschriften zurückzog, sowie Wuerth Kenya, das im Rahmen einer globalen Umstrukturierung im Mai schließen soll.