Léon Bertrand, eine prominente Figur der Rechten in Französisch-Guayana, hat offiziell seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Saint-Laurent-du-Maroni angekündigt, acht Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Amt wegen rechtlicher Probleme. Mit 74 Jahren tritt der ehemalige Bürgermeister von 1983 bis 2018 mit einer offenen Liste an, die sich auf Sicherheit, Jugend und soziale Kohäsion konzentriert – in einer wachsenden Stadt mit erheblichen sozioökonomischen Herausforderungen.
Léon Bertrand, die historische Verkörperung der Rechten in Französisch-Guayana, überraschte wenige mit der Ankündigung seiner Kandidatur am 19. Januar für Saint-Laurent-du-Maroni, die Hauptstadt Westguayanas, die er ununterbrochen von 1983 bis 2018 leitete. Als Mitglied der RPR und später der UMP wurde er 2018 durch eine gerichtliche Entscheidung gezwungen, sein Amt als Bürgermeister niederzulegen; damals erklärte er nach 35 Jahren lokaler und nationaler Mandate – einschließlich Zeiten als Abgeordneter und Staatssekretär – das Ende seiner politischen Karriere. „Ich werde mit 70 keine Kampagnen mehr führen“, hatte er gesagt. Acht Jahre später, mit 74 Jahren, rückt Bertrand wieder ins Rampenlicht für das, was sein letzter Wahlkampf sein könnte. Er kandidiert mit einer „offenen Liste“, die Schwerpunkte für Saint-Laurent hervorhebt: Sicherheit, Jugend – mit einem Medianalter von 17 Jahren – und soziale Kohäsion. Die Gemeinde erlebt rasantes demografisches Wachstum, bleibt jedoch durch ungleichmäßige Entwicklung gebremst. Nur 40 Prozent der Wohnungen gelten beim Rathaus als legal, während die Hälfte der Bevölkerung arbeitslos ist. Die Nähe zu Suriname, das als Narco-Staat im internationalen Kokainhandel beschrieben wird, befeuert Gewalt und illegale Aktivitäten, die die Stadt plagen. Diese Kandidatur belebt Bertrands nachhaltigen Einfluss in einer Region wieder, in der seine Präsenz trotz jahrelanger Abwesenheit stark bleibt. Die Kommunalwahlen in Französisch-Guayana werden zu einer zentralen Frage für die Zukunft dieser Grenzstadt.