Die dritte Manifesto Jam ging am 14. Juni nach einer einwöchigen Einreichungsphase für Indie-Entwickler zu Ende. Die Teilnehmer teilten prägnante Manifeste, die sich mit Trends der Spieleindustrie und persönlichen Frustrationen auseinandersetzten. Die Veranstaltung, die 2018 ins Leben gerufen wurde, dient weiterhin als Ventil für scharfe Kritik.
Die Manifesto Jam startete in diesem Jahr mit einem Aufruf der Gastgeberin Cecile Richard, Beiträge einzureichen, die sich von geschliffener Unternehmenssprache distanzieren. Richard schrieb, das Manifest solle unbeholfen, holprig und trotzig sein – in einem Ökosystem, das sie als zunehmend professionalisiert beschrieb.
Zu den namhaften Teilnehmern gehörten Rami Ismail, Robert Yang, Droqen, Anna Anthropy und Mike Cook. Cooks Beitrag mit dem Titel NO-ONE IS GOING TO BUY YOUR GAME argumentierte, dass das Streben nach kommerziellen Erfolgen dem Medium schade. Andere Einreichungen untersuchten die übermäßige Verwendung von Begriffen wie „Slop“ und fanden Humor in Anspielungen auf Coach McGuirk aus „Home Movies“.
Richards eigener Beitrag, „Against Gratitude“, kritisierte den algorithmischen Druck auf Künstler. Die Jam nahm bis zum 14. Juni Beiträge entgegen und gab den Teilnehmern einen letzten Tag Zeit, um ihre Ansichten zu teilen.