Die beschuldigte Psychiaterin Agustina Cosachov hat am Donnerstag im 14. Verhandlungstag des Prozesses um den Tod von Diego Maradona ausgesagt. Sie warf der Krankenversicherung Swiss Medical vor, die Anforderungen für eine häusliche Pflege nicht erfüllt zu haben.
Cosachov erklärte vor dem Oral Criminal Court Nr. 7 in San Isidro, dass die beste Option für Maradona ein Rehabilitationszentrum der Stufe drei gewesen wäre. Sie erläuterte, dass der Patient nach seiner Operation am 3. November 2020 in der Clínica Olivos nach Hause zurückkehren wollte. Die Medizinerin beschrieb die Anforderungen für einen klinischen Arzt, einen Neurologen, einen Krankenwagen, männliche Pflegekräfte sowie einen Spezialisten für Drogenmissbrauch. Sie gab an, dass ein Prüfer von Swiss Medical versichert habe, dass alles in die Wege geleitet sei, und dass sie eine E-Mail vom 11. November 2020 an Medidom unterzeichnet habe. Sie präsentierte spätere Chats, die auf Nichteinhaltung hindeuteten. Sie sagte aus, die Versicherung habe lediglich häusliche Pflege statt einer ernsthaften stationären Behandlung angeboten. Eine weitere Zeugin, Mariana Flichman, sagte aus, dass allen Beteiligten bewusst gewesen sei, was sie im Entlassungsdokument unterschrieben hatten.