Der scheidende Vorstandsvorsitzende von Codelco, Máximo Pacheco, hielt am Montag auf der ordentlichen Hauptversammlung eine 45-minütige Rede, in der er die Kritik der Regierung zurückwies und erklärte: 'Codelco befindet sich nicht in einer Krise'. Er richtete sich an seinen Nachfolger Bernardo Fontaine, der von Präsident José Antonio Kast ernannt wurde, sowie an den Minister für Bergbau und Wirtschaft, Daniel Mas. Er betonte, dass das staatliche Unternehmen weiterhin 'das beste Geschäft Chiles' sei.
Máximo Pacheco beendete seine im April 2022 begonnene Amtszeit am Montag, dem 20. April, mit einer ausführlichen Rede auf der ordentlichen Hauptversammlung von Codelco. In Begleitung des Vorstands legte er die Erfolge und Herausforderungen dar und reagierte direkt auf die Kritik des Doppelministers Daniel Mas.
Mas hatte am 9. April bei Radio Infinita Fragen zur Sicherheit und Produktion aufgrund 'langjähriger Managementprobleme' aufgeworfen. Während der Cesco Week vertiefte er die Kritik an Fehlern in der Unternehmensführung und unterlief einen Fehler, als er behauptete, Codelco solle in diesem Jahr 1,7 Millionen Tonnen produzieren – ein Ziel für 2030, das bereits 2019 angekündigt worden war. Pacheco stellte klar: 'Diese Produktionsbilanz für 2025 spiegelt ein Unternehmen im Wandel wider, wobei das Ziel bleibt, bis 2030 die Gesamtproduktion von 1,7 Millionen Tonnen wieder zu erreichen'.
Pacheco führte den Produktionsrückgang auf strukturelle Faktoren zurück: Minen mit einem Durchschnittsalter von 88 Jahren, ein Rückgang der Erzgehalte von 1,3 % im Jahr 1990 auf 0,62 % im Jahr 2025, C1-Kosten von 208,65 US-Cent pro Pfund und Projektverzögerungen. Die Verschuldung stieg von 17,242 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 auf 24,658 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 nach Investitionen in Höhe von 17,725 Milliarden US-Dollar, wobei keine Gewinne reinvestiert wurden, da alle an die Staatskasse fließen.
Der ehemalige Vorsitzende Óscar Landerretche schätzte in einem Interview mit Radio13C, dass die Kritik der Regierung darauf abziele, 'das Argument für eine Privatisierung eines Teils von Codelco vorzubereiten', unabhängig von Pachecos Management, wobei er auf die langjährigen strukturellen Probleme hinwies.
Pacheco warnte: 'Codelco der Instabilität politischer Zyklen oder kurzfristiger Visionen auszusetzen, ist ein Risiko, das sich das Land nicht leisten kann. Sich um Codelco zu kümmern, bedeutet, sich um Chile zu kümmern', und betonte dabei die strategische Rolle des Unternehmens bei Kupfer und Lithium.