Finanzminister John Mbadi hat gewarnt, dass der kenianische Schilling auf 180 KES pro US-Dollar fallen könnte, falls das Regierungsabkommen für Treibstoffimporte beendet wird. Er äußerte sich dazu am 23. Mai in Siaya County, während er die Vereinbarung verteidigte.
Mbadi erklärte, dass das Abkommen aufgeschobene Zahlungen von bis zu drei Monaten ermöglicht, was die unmittelbare Nachfrage der Treibstoffimporteure nach Dollar reduziert. Ohne diese Regelung, so Mbadi, stünde der Schilling unter Druck und der Wechselkurs könnte von aktuell 129 KES auf einen Bereich zwischen 160 und 180 KES steigen.
Der Minister merkte an, dass die Landungskosten um 80 Prozent gestiegen sind, da Treibstoff aufgrund des Konflikts im Nahen Osten nun aus weiter entfernten Märkten bezogen wird. Er fügte hinzu, dass die Regierung in diesem Jahr mehr als 14 Milliarden KES für Subventionen ausgegeben hat, davon 6,2 Milliarden KES im April und 7,7 Milliarden KES im Mai.
Mbadi wies Vermutungen zurück, dass die hohen Treibstoffpreise lediglich ein lokales Problem seien. Er bezeichnete die Problematik als global und drängte darauf, den aktuellen Importrahmen nicht aufzugeben.