Der Autobauer Mercedes hat am 13. Juli in Kecskemét ein neues Werksteil eröffnet. Die Produktionskapazität steigt damit auf 400.000 Einheiten pro Jahr. In Deutschland kam es zuvor zu Protesten gegen den Sparkurs des Unternehmens.
Am 13. Juli eröffnete Mercedes-Chef Ola Källenius in Kecskemét einen neuen Werksteil. Die ungarische Fabrik ist nun die größte von Mercedes in Europa und die zweitgrößte weltweit nach Peking. Källenius betonte bei der Feier, dass höchste Qualität und höchste Kosteneffizienz miteinander einhergingen.
Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar nahm an der Eröffnung teil. Er bezeichnete das Werk als starkes Symbol für die deutsch-ungarische Zusammenarbeit.
Eine Woche vor dem 3. Juli hatte der Vorstand eine Verschärfung des Sparkurses in Deutschland angekündigt. Mitarbeiter sollen mehr arbeiten, ohne Lohnerhöhung. Eine Sonderzahlung wurde verschoben. Am 3. Juli demonstrierten 18.000 Beschäftigte in Sindelfingen, Rastatt und Stuttgart-Untertürkheim gegen Källenius.