Der Autohersteller Mercedes hat seinen etwa 90.000 Tarifbeschäftigten in Deutschland mitgeteilt, dass die jährliche Sonderzahlung im Juli vorerst nicht erfolgt. Das Unternehmen plant stattdessen eine Auszahlung im April 2027 oder eine mögliche Streichung. Weitere Kostensenkungen werden derzeit geprüft.
Die Mitteilung erfolgte am Freitagmorgen per Rundschreiben an die Belegschaft. Der sogenannte Transformationsbaustein beträgt 18,4 Prozent des individuellen Monatsentgelts und wird normalerweise jeden Juli ausgezahlt.
Mercedes erwartet durch die Verschiebung eine Verbesserung des Cashflows um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Das Unternehmen will bei allen Sonderzahlungen prüfen, welche es sich weiter leisten kann.
In den kommenden Wochen soll mit dem Betriebsrat über eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich gesprochen werden. Der Konzern hat seinen Sitz in Stuttgart, die Ankündigung wurde aus Düsseldorf verbreitet.