Der Sportwagenhersteller Porsche aus Stuttgart hat für das erste Quartal 2026 einen Gewinn nach Steuern von 391 Millionen Euro gemeldet, was einem Rückgang um fast 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Gründe sind hohe Kosten für einen Strategiewechsel, US-Zölle und sinkende Verkaufszahlen.
Porsche AG teilte mit, dass der Gewinn nach Steuern von Januar bis März um 24,6 Prozent auf 391 Millionen Euro sank, verglichen mit 518 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis brach um 22 Prozent auf 595 Millionen Euro ein, die Umsatzrendite ging von 8,6 auf 7,1 Prozent zurück. Weltweit wurden 60.991 Fahrzeuge verkauft, 15 Prozent weniger als im Vorjahr. In China fiel der Absatz um 21 Prozent auf 7.519 Einheiten.
Vorstandschef Michael Leiters, im Amt seit Januar, sagte: »2026 steht für Porsche im Zeichen der Neuausrichtung.« Das Unternehmen gab rund 100 Millionen Euro für den Strategiewechsel aus, US-Zölle verursachten Einbußen von 200 Millionen Euro. Der Anteil batteriebetriebener Elektrofahrzeuge sank auf 19,8 Prozent. Positiv: Der Netto-Cashflow im Automobilbereich stieg auf 514 Millionen Euro von 198 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr erwartet Porsche einen Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro, ohne potenzielle Auswirkungen eines Irankriegs. Beschäftigte erhalten erstmals seit Jahren keine Prämie, der Vorstand keinen Bonus für 2025. Leiters kündigte im März einen Stellenabbau an: Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart 1.900 Stellen wegfallen, dazu sind Verträge von 2.000 Befristeten ausgelaufen.