Volkswagen baut Stellen ab, doch zentrale Kosten steigen weiter

Konzernchef Oliver Blume kündigt auf der Hauptversammlung weitere Sparmaßnahmen an. Bis Jahresende sollen in der deutschen AG 19.000 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Trotz der Kürzungen fallen die Gewinne und wichtige Kostenblöcke steigen.

Blume erklärte in dem vorveröffentlichten Redetext, dass das bisherige Geschäftsmodell von Entwicklung in Deutschland, Produktion in Europa und Export in die Welt nicht mehr funktioniere. Der Konzern plant daher mit einer Produktionskapazität von nur noch neun Millionen Fahrzeugen.

Unter seinem Vorgänger Herbert Diess lag diese Zahl bei zwölf Millionen Einheiten. Blume und Finanzchef Arno Antlitz streben eine Marge von acht bis zehn Prozent an, ein Wert, den Volkswagen bisher nie erreicht hat.

Im Umfeld der Eigentümerfamilie Porsche-Piëch wächst die Nervosität, ob Blume den Umbau im Griff hat. Die Sparmaßnahmen gelten intern als extrem ambitioniert.

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