Der Präsident von Gesamtmetall sieht die Lage in der Metall- und Elektroindustrie als dramatisch an und äußert Zweifel am bevorstehenden Treffen mit Sozialpartnern.
Udo Dinglreiter, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, kritisierte das von Bundeskanzler Friedrich Merz geplante Treffen mit den Sozialpartnern. Er betonte, dass es nur sinnvoll sei, wenn alle Beteiligten echten Lösungswillen zeigten. Andernfalls gehe wertvolle Zeit verloren.
Die Metall- und Elektroindustrie, die rund zwei Drittel der deutschen Industrie ausmacht, stehe vor großen Herausforderungen. Dinglreiter warnte vor weiteren Jobverlusten und einer Abwärtsspirale, die Steuereinnahmen mindere. Er rechnet bald mit weniger Arbeitsplätzen als nach der Wiedervereinigung.
Chinesische Investitionen in der EU brächten Deutschland keine Vorteile, da sie vor allem in andere Länder flössen. Dies schaffe dort neue Wettbewerber mit besseren Konditionen, so Dinglreiter im Handelsblatt-Interview.