Martin Gornig vom DIW sieht in der Technologieoffenheit eine Gefahr für die deutsche Industrie im Wettbewerb mit China und plädiert für spezialisierte Nischen.
Der Berliner Ökonom Martin Gornig, Forschungsdirektor für Industriepolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, äußerte sich am Freitag zur industriellen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
Gornig betonte, die Antwort auf Chinas Übermacht liege in Nischen wie spezialisierter Robotik im Bausektor. Massenproduktion hier besser zu machen, sei Quatsch, so der Experte.
Er kritisierte die Technologieoffenheit im Automobilsektor scharf. „Technologieoffenheit ist der Niedergang der deutschen Industrie, wenn dadurch in keiner Technologie hinreichend investiert wird“, sagte Gornig der Deutschen Presse-Agentur.
Eine mutige Politik müsse Risiken eingehen und einzelne Technologien gezielt fördern, forderte der DIW-Vertreter.