Das Bruttoinlandsprodukt Mexikos fiel im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent, wie aus am Freitag veröffentlichten endgültigen Daten des Inegi hervorgeht. Der Rückgang fiel geringer aus als erwartet und befeuert die Debatte über mögliche weitere Zinssenkungen durch die Banxico.
Das Nationale Institut für Statistik und Geografie meldete, dass das BIP zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent geschrumpft ist. Der endgültige Wert lag über der vorläufigen Schätzung von minus 0,8 Prozent und übertraf die Erwartungen der Analysten.
Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2025 wuchs das BIP um 0,2 Prozent. Der Rückgang konzentrierte sich auf die Bereiche Landwirtschaft, Fertigung und Dienstleistungen.
Die Banxico senkte ihren Leitzins Anfang Mai in einer knappen drei-zu-zwei-Entscheidung auf 6,50 Prozent. Der Vorstand signalisierte daraufhin das Ende seines zweijährigen Zyklus der geldpolitischen Lockerung.
Analysten wie Alberto Ramos von Goldman Sachs merkten an, dass die Hürde für zusätzliche Zinssenkungen nicht hoch sei, sollte das Wachstum schwach bleiben. Die Banxico wird ihren nächsten Quartalsbericht am 27. Mai veröffentlichen.