José Alejandro Cástulo Colín (44) wurde am Montag, dem 30. März, lebend gerettet, nachdem er über 130 Stunden in 300 Metern Tiefe in der Mine Santa Fe in El Rosario, Sinaloa, eingeschlossen war. Der Einsturz ereignete sich am 25. März aufgrund eines Versagens der Abdichtungsschicht; drei weitere Bergarbeiter werden noch vermisst. Bundes- und Landesbehörden koordinieren die Rettungsmaßnahmen mit über 300 Einsatzkräften.
Der Einsturz in der Mine Santa Fe im Ortsteil Chele, Gemeinde El Rosario, Sinaloa, ereignete sich am Mittwoch, dem 25. März, während 25 Arbeiter mit Grabungsarbeiten beschäftigt waren. Ein kritischer Defekt in der Abdichtungsschicht eines Absetzbeckens führte dazu, dass vier Bergarbeiter in etwa 300 Metern Tiefe eingeschlossen wurden, während 21 sich aus eigener Kraft befreien konnten. Die Behörden wurden am 26. März benachrichtigt und leiteten umgehend die Protokolle für den Katastrophenschutz auf Bundesebene ein.
José Alejandro Cástulo Colín aus Angangueo, Michoacán, war der Erste, der am Montag, dem 30. März, um 00:25 Uhr von Rettungsteams geborgen wurde. Er wurde per Hubschrauber in das Allgemeine Krankenhaus von Mazatlán gebracht, erholt sich gut und könnte bereits am Dienstag oder Mittwoch entlassen werden. Im Krankenhaus erklärte er gegenüber Reportern: „Nein, nein, ich hatte nie Angst, ich dachte nur: Was Gott will.“ Er verhielt sich ruhig, hörte nach ein oder zwei Tagen Geräusche und stand bis zum Bauch im Schlamm.
Die Rettungsmannschaften mit fast 300 Personen und 42 Einheiten setzen ihre Arbeiten unter der Koordination des Unified Command, dem das Verteidigungsministerium, das Marineministerium, die Nationale Koordination für Katastrophenschutz sowie das Ministerium für Sicherheit und Bürgerschutz angehören, ununterbrochen fort. Spezialisten der Bundeskommission für Elektrizität und Rettungskräfte der Grupo Frisco aus Chihuahua sind ebenfalls eingetroffen. Sie arbeiten bei optimaler Belüftung und einer Temperatur von 25 Grad Celsius und kommen trotz schlammigen Materials 1,5 Kilometer voran.
Der Gesundheitsminister von Sinaloa, Cuitláhuac González, erklärte, dass die biologischen Bedingungen variieren und es unmöglich sei, genau anzugeben, wie lange ein Mensch solche Umstände überstehen könne. Die Bergarbeiter hatten vor dem Vorfall Zugang zu Nahrung und Wasser, was die Hoffnung für die drei verbleibenden Verschütteten aufrechterhält.