Der Nationale Polizeidienst (NPS) hat angesichts der anhaltenden starken Regenfälle vor möglichen Überschwemmungen in über 10 Stadtvierteln Nairobis gewarnt. Die Wasserstände der wichtigsten Flüsse, darunter Nairobi, Mathare, Ngong, Kamiti und Athi, sind rasch angestiegen. Bewohner in den betroffenen Gebieten werden dringend aufgefordert, sich in höher gelegene Regionen zu begeben.
Der Nationale Polizeidienst erklärte am 29. April 2026, dass er sich zusammen mit anderen Regierungsbehörden in erhöhter Alarmbereitschaft befinde, da die anhaltenden Regenfälle die Wasserstände der wichtigsten Wasserwege ansteigen lassen.
Die Flüsse Nairobi, Mathare, Ngong, Kamiti und Athi, die alle in das kritisch hochstehende Athi-Flusssystem entwässern, bergen ein erhöhtes Hochwasserrisiko. Zu den gefährdeten Stadtvierteln in der Nähe des Nairobi River gehören Kileleshwa, Lang’ata, Ngara, Madaraka, Eastleigh und Kawangware. Auch Kibera und South C entlang des Ngong River, Kasarani in der Nähe der Flüsse Kamiti und Athi sowie Mathare sind bedroht.
Zu den weiteren Gebieten gehören Tatu City, Ruiru, Kitengela, Mlolongo und Syokimau in der Nähe des Athi River. Auch Teile des zentralen Geschäftsviertels, Gikomba, Globe, das Industriegebiet, Kilimani, Westlands, Mukuru Kwa Reuben und Korogocho sind gefährdet.
Die Bewohner werden dazu angehalten, sich bei entsprechender Aufforderung in höher gelegene Gebiete zu begeben und Evakuierungsanordnungen zu befolgen. Der NPS warnte davor, durch fließendes Wasser zu gehen oder zu fahren, und wies darauf hin, dass selbst flache Strömungen gefährlich sein können. Bereits im vergangenen Monat hatte die Regierung davor gewarnt, dass der Nairobi-Damm seine Kapazitätsgrenzen erreicht habe und die Gefahr eines Dammbruchs bestehe.