Das Campeonato Paulista 2026 startet am Wochenende mit einer verkürzten Vorbereitungsphase, was Vereine wie Corinthians, Palmeiras, São Paulo und Santos zu vorsichtigen Strategien veranlasst, um körperliche Belastungen zu vermeiden. Die Federação Paulista de Futebol führte ein neues Format mit weniger Terminen ein, ähnlich der Champions League, mit Priorität auf Landesderbys. Trainer kritisieren die knappe Vorbereitungszeit, während Vereinsverantwortliche den überarbeiteten CBF-Kalender unterstützen.
Die Überarbeitung des brasilianischen Fußballkalenders durch die CBF verkürzt die Vorbereitungsphase für Paulista-Vereine und macht den Start des Campeonato Paulista zu einer Luxustrainingswoche für die Großen. Corinthians, Palmeiras, São Paulo und Santos kehren weniger als eine Woche nach der Trainingsaufnahme ins Spielgeschehen zurück, was Trainer dazu bringt, ihre Schlüsselspieler zu schonen. Bei Palmeiras plant Abel Ferreira Rotationen für das Auftaktspiel gegen Portuguesa am Samstag (10. Januar), 20:30 Uhr, in Canindé. Das Team hatte nur fünf Tage Vorbereitung nach dem letzten 2025-Spiel am 7. Dezember gegen Ceará im Brasileirão. „Das erscheint mir nicht sinnvoll“, fasste Ferreira die Turnierorganisation zusammen. Trotz Kritik unterstützt Präsidentin Leila Pereira die Änderungen: „Die CBF hat einen sehr wichtigen Schritt getan, damit wir in naher Zukunft einen noch besseren Kalender haben, der die Integrität der Athleten voll respektiert.“ Corinthians, die amtierenden Paulista-Meister, beendeten 2025 mit dem Copa-do-Brasil-Sieg am 21. Dezember gegen Vasco und hatten nur zwei Wochen Pause. Das Debüt von Dorival Júnior ist Sonntag (11. Januar), 16 Uhr, gegen Ponte Preta in Itaquera mit Nachwuchsspielern wegen Verletzungen von Rodrigo Garro, Memphis Depay und Yuri Alberto. Der Klub zielt auf einen vollständigen Kader für die Supercopa gegen Flamengo am 1. Februar ab. São Paulo unter Hernán Crespo und Santos, das mit Neymar verlängert und Gabigol verpflichtet hat, rotieren ebenfalls bei ihren Debüts: Mirassol vs. São Paulo (11. Januar, 20:30 Uhr) und Santos vs. Novorizontino (10. Januar, 16 Uhr). Das Paulista umfasst nun 12 Spieltage in der Gruppenphase (zuvor 16), mit Innengruppen-Spielen und fünf gegen Außenseiter, insgesamt acht Runden inklusive Derbys. Die acht Besten qualifizieren sich für K.o.-Runden mit Hinspielen, außer das Zweitrunden-Finale (4. und 8. März). Die zwei Letzten steigen in die Série A2 ab. Diese Anpassungen sollen den Spielplan entlasten, mit Brasileirão vom 28. Januar bis 2. Dezember und einer WM-Pause (11. Juni bis 19. Juli) sowie einem Einzelspiel in der Copa-do-Brasil-Finale am 6. Dezember.