Schweden, Dänemark und Norwegen haben eine gemeinsame Liste mit Namen für schwere Wetterereignisse erstellt, die ab dem 1. Januar 2026 gilt. Namen wie Anna, Miriam und Noah sollen klarere Warnungen an die Öffentlichkeit ermöglichen. Die Liste wurde per Losverfahren erstellt, um sicherzustellen, dass sie in allen drei Ländern leicht auszusprechen sind.
Die nordischen Länder Schweden, Dänemark und Norwegen, die Teil der Sturmgruppe Nord sind, hatten bisher getrennte Verfahren zur Benennung von Stürmen. Nun haben sie sich auf eine gemeinsame Liste mit 22 Namen geeinigt, die ab dem neuen Jahr für schwere Stürme und Wetterereignisse verwendet werden soll. Die Namen wurden per Los aus einer Auswahl schwedischer, dänischer und norwegischer Personennamen gezogen, die zuvor nicht für Stürme genutzt wurden und leicht in der Region auszusprechen sind.
Die Liste umfasst: Anna, Björn, Cecilia, Daniel, Elena, Filip, Gunilla, Hugo, Ida, Johan, Karin, Lukas, Miriam, Noah, Olivia, Pelle, Ronja, Sture, Tonje, Urban, Vilma und Ymer.
Der Zweck der Benennung ist es, Klarheit in den Wetterwarnungen zu schaffen. „Namen erleichtern die Beschreibung von Warnungen und machen es einfacher, Stürme zu verfolgen und sich zu merken. Ein Name ist leicht zu merken und reduziert das Risiko von Missverständnissen“, sagt Eva Strandberg, Leiterin des meteorologischen Prognose- und Warnungsdienstes beim SMHI, in einer Pressemitteilung.
Schweden hat keine lange Tradition der Sturmnennung; beispielsweise wurde der verheerende Sturm Gudrun im Jahr 2005 vom norwegischen Wetterdienst benannt. Die Länder haben unterschiedliche Kriterien für die Benennung: In Schweden benennt das SMHI Stürme, die gesellschaftliche Folgen haben sollen, wie starke Schneefälle mit Wind oder Regen, der zu Überschwemmungen führt. Norwegen verwendet ein folgenbasiertes Modell, während Dänemark nur Stürme mit einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von mindestens 25 Metern pro Sekunde benennt.
Falls ein Sturm bereits einen Namen aus einem anderen Land hat, wenn er die Nordischen Länder erreicht, bleibt der ursprüngliche Name erhalten. „Falls ein Sturm bereits einen etablierten Namen hat, bevor er uns erreicht, wird er nicht umbenannt“, erklärt Eva Strandberg. Die gemeinsame Liste folgt Empfehlungen des europäischen meteorologischen Netzwerks Eumetnet und erleichtert die Koordination zwischen den Wetterinstituten.