Israelische Behörden haben seit der teilweisen Wiedereröffnung am Montag nur 12 Palästinensern die Rückkehr in den Gazastreifen über den Rafah-Übergang gestattet. Ein Rückkehrer beschrieb erniedrigende Behandlung an einer israelischen Kontrollstelle, einschließlich Fesseln, Augenverbinden und langer Verhöre. Die Situation weckt Bedenken hinsichtlich Bemühungen, Rückkehren einzuschränken und Vertreibung zu fördern.
Ägypten und die palästinensische Seite haben den Rafah-Übergang am Montag teilweise wiedereröffnet, erstmals seit 2024, doch Rückkehren nach Gaza bleiben stark eingeschränkt. Das palästinensische Innenministerium meldete, dass bis Dienstagmorgen nur 12 Personen Einlass erhielten. Sabah al-Raqab, eine der Rückkehrerinnen, brach morgens von Arish mit einer Gruppe von rund 50 Personen auf, die meisten wurden jedoch nach dem Warten am palästinensischen Terminal auf die ägyptische Seite zurückgeschickt. Al-Raqab erreichte einen israelischen Kontrollpunkt namens „Regavim-Übergang“, der fünf Kilometer nordöstlich der Grenze an der Salah-Eddin-Straße liegt. EU-zugehörige Fahrzeuge brachten sie dorthin, wo bewaffnetes Personal sie stundenlang verhörte. „Wir wurden gefesselt und die Augen verbunden, mit Verhaftung bedroht und persönliche Habseligkeiten konfisziert, einschließlich Essen und Kinderspielzeug“, erzählte al-Raqab Mada Masr. Soldaten drohten, sie vor ihrem Kind zu foltern und es wegzunehmen, bevor sie ohne die meisten Gegenstände durchgelassen wurden, worauf ein UN-Bus sie zum Nasser Medical Complex brachte. Das israelische Militär gab am Sonntag bekannt, dass der Regavim-Übergang Kontrollräume mit Gesichtserkennung zur Identitätsüberprüfung einsetzt. Das neue Gaza-Verwaltungskomitee verurteilte diese Praktiken als „terroristische Methoden“, die darauf abzielen, Bewohner zur Emigration zu drängen. Fatah-Quellen gehen davon aus, dass Israel Rückkehren begrenzen wird, um eine schrittweise Vertreibung zu erleichtern; rund 30.000 Palästinenser warten derzeit in Ägypten. Die US-Botschaft in Kairo bestätigte die Notwendigkeit einer Sicherheitsfreigabe sowohl von Israel als auch von Ägypten. Fälle wie der von Amira, die nach Beschlagnahme ihrer Sachen und über 30 Stunden Wartezeit zurückgeschickt wurde, und Ziad Saidam, der aus Würdigerhaltung auf die Rückkehr verzichtete, verdeutlichen die Herausforderungen.