Bundes- und Landesbehörden sowie Pemex führen Eindämmungs- und Reinigungsarbeiten nach einem Kohlenwasserstoff-Leck im Río Seco bei Paraíso, Tabasco, in der Nähe der Olmeca-Raffinerie durch. Fischer berichten von einem starken Erdölgeruch bei ihren Fängen und haben betroffene Fische vergraben. Die Semades hat bei der ASEA Beschwerde wegen des Vorfalls eingereicht.
Nach einem Brand am Dienstag an der Außenmauer der Olmeca-Raffinerie in Dos Bocas, Gemeinde Paraíso, Tabasco, wurden Kohlenwasserstoffe im Río Seco festgestellt. Die Bundesregierung unterhält einen behördenübergreifenden Einsatz mit Beteiligung der Marine (Semar), des Umweltministeriums (Semarnat), Pemex und der Umweltschutzbehörde (Profepa) zur Überwachung, Eindämmung und Bewertung der Umweltauswirkungen. Pemex installierte Eindämmungsbarrieren im Río Seco auf Höhe der Ranchería Limón, um die Kohlenwasserstoffe zu isolieren und deren Ausbreitung in die Laguna Mecoacán zu verhindern. Etwa 240 Kilogramm mit Rohöl kontaminierte Rückstände wurden am Kai, in der Umgebung und in angrenzenden Gewässern gesammelt. Oleophile Schnüre werden zum Abwischen und zur Rückgewinnung des Schadstoffs eingesetzt. Die Lage ist unter Kontrolle und stellt laut Pemex kein Risiko für die Bevölkerung dar; das Unternehmen wird weiterhin Reinigungs- und Überwachungsmaßnahmen durchführen. Fischereigenossenschaften und Gastronomiebetriebe berichteten von einem starken Erdölgeruch bei Produkten aus den umliegenden Gewässern und vergruben daraufhin Fische; es kursierten Bilder eines dunklen Ölfilms auf dem Fluss. Das Sekretariat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung von Tabasco (Semades) reichte bei der Agentur für Sicherheit, Energie und Umwelt (ASEA) eine formelle Beschwerde ein. Unterstaatssekretär Gary Arjona Rodríguez bestätigte: „Die entsprechende Anzeige bei der ASEA wird derzeit vorbereitet, da diese Behörde die Befugnis hat, administrative Untersuchungen einzuleiten.“ Bisher wurde kein Fischsterben festgestellt. Trotz der Probleme kündigte Gouverneur Javier May Rodríguez Verkaufsstellen in Villahermosa für Mojarra und Austern aus dem Programm „Pescando Vida“ an. Die Arbeiten werden bis zur vollständigen Sanierung fortgesetzt.