Bei seiner ersten Christmette in Rom hat Papst Leo XIV. zu Mitmenschlichkeit und Frieden aufgerufen. Er zitierte seinen Vorgänger Benedikt XVI. und erinnerte an die unendliche Würde des Menschen. Tausende Gläubige folgten der Messe trotz strömendem Regen auf dem Petersplatz.
Papst Leo XIV., der erste US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri, feierte am 24. Dezember 2025 seine erste Christmette im Petersdom. Vor einem vollen Gotteshaus sprach er über Hoffnung und den Appell, Boten des Friedens zu sein. Er warnte vor einer Wirtschaft, die Menschen wie Ware behandle, und betonte die unendliche Würde jedes Individuums.
In seiner Predigt zitierte der Pontifex Worte des vor zwei Jahren verstorbenen Benedikt XVI.: «Den einen nicht aufzunehmen bedeutet, den anderen nicht aufzunehmen. Wo hingegen Platz für den Menschen ist, ist auch Platz für Gott». Er gedachte auch seines im April gestorbenen Vorgängers Franziskus, der trotz gesundheitlicher Probleme das Heilige Jahr 2024 eröffnet hatte. Dieses endet am 6. Januar.
Der Papst rief zu einer eintägigen Waffenruhe in allen Konflikten weltweit auf, mit besonderem Hinweis auf den Ukraine-Krieg. Er äußerte Trauer darüber, dass Russland einen Weihnachtswaffenstillstand abgelehnt habe. Zum Nahen Osten hoffte er auf Fortschritte im Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern.
Draußen im Regen begrüßte Leo XIV. die Tausende auf dem Petersplatz, wünschte frohe Weihnachten und segnete die unter Schirmen Wartenden. Der Petersdom biete nicht genug Platz für alle, sagte er. In Bethlehem feierten Christen erstmals seit dem Ende des Gaza-Kriegs Weihnachten, mit einem großen Baum vor der Geburtskirche nach zwei Jahren Pause.
Am 25. Dezember wird der Papst den Segen «Urbi et Orbi» vom Balkon des Petersdoms verkünden, mit Zehntausenden erwarteten Gläubigen.