Der National Skills Fund hat Flyfofa Aviation Training im Jahr 2024 148 Millionen Rand für Stipendien an Schüler aus einkommensschwachen Schulen bewilligt. Nach Unstimmigkeiten bei den abgerechneten Flugstunden wurden Gutschriften in Höhe von fast 3,9 Millionen Rand ausgestellt. Ein Schwesterunternehmen sieht sich mit einer separaten Forderung der Special Investigating Unit in Höhe von 85 Millionen Rand konfrontiert.
Im Jahr 2024 gewährte der National Skills Fund dem in Wonderboom ansässigen Unternehmen Flyfofa Aviation Training 148 Millionen Rand für die Ausbildung von Schülern aus einkommensschwachen Schulen in Gauteng. Das Programm umfasste den Aufbau von Flugstunden für Piloten sowie Zertifikate für Kabinenpersonal und Drohnenpiloten. Innerhalb eines Jahres stellte der Fonds überhöhte Flugstunden fest und verschickte ein Mahnschreiben wegen Nichteinhaltung.
Die Differenz belief sich auf insgesamt 3 879 159,89 Rand. Flyfofa stellte Gutschriften aus und erklärte sich bereit, die Flugstunden bis zum 30. Juni 2026 nachzuholen oder den Betrag zurückzuzahlen. Stand 6. Juli waren die Stunden noch nicht nachgeholt worden, und der Fonds hatte auf sein jüngstes Schreiben keine Antwort erhalten.
Zahlungen flossen auch an verbundene Unternehmen. Flyfofa Aviation Training zahlte 11 Millionen Rand an Teejay Properties und 2 Millionen Rand an JMF Promotions. Jacobeth Fisha leitet beide Unternehmen, und ihr Ehemann Thabo Fisha ist Mitgeschäftsführer bei einem davon.
Der Fonds erfuhr erst nach einer Anfrage zu den Zahlungen von den Geschäften mit nahestehenden Personen. Er hat nun Nachweise darüber verlangt, dass die Transaktionen zum Marktwert erfolgten. Die Angelegenheit ist nach wie vor ungeklärt.
Flyfofa Airways, das am selben Tag wie das Schulungsunternehmen gegründet wurde und denselben Geschäftsführer hat, ist Gegenstand eines laufenden Verfahrens der Special Investigating Unit. Dabei geht es um die Rückforderung von 85 Millionen Rand aus einer Vertragsverlängerung mit South African Airways aus dem Jahr 2019.