Forschung zeigt Lücken bei Gehirnerschütterungen bei Reiterinnen auf

Eine neue Studie, die von Riders Minds unterstützt wird, zeigt erhebliche Wissenslücken bei der Erkennung und Diagnose von Gehirnerschütterungen bei Reiterinnen im Pferdesport auf, wobei eine verlängerte Genesungszeit häufig auf Fehldiagnosen und das Ignorieren von Symptomen durch Reiterinnen zurückzuführen ist. Dies geschieht vor dem Hintergrund der jüngsten Regeländerungen wie der 21-Tage-Suspendierungsregel des britischen Springreitens.

Die Forscherin Amelia Collins, die von der Wohltätigkeitsorganisation Riders Minds unterstützt wird, befragte Reiterinnen und stellte fest, dass die Aufklärung über die Symptome einer Gehirnerschütterung und die Art der schweren Hirnverletzung weithin fehlt. Ein Sprecher von Riders Minds merkte an: "Die Ergebnisse zeigen, dass eine langwierige Genesung von Gehirnerschütterungen nicht nur körperlich, sondern auch psychologisch, sozial und identitätsbezogen ist." Die Fahrer berichteten von kognitiven und emotionalen Auswirkungen wie Konzentrationsschwäche, gedrückter Stimmung und geistiger Müdigkeit - die von den Ärzten oft fälschlicherweise für Stress oder Angst gehalten wurden -, was zu einer verzögerten Behandlung und einer längeren Genesungszeit führte. Viele unterschätzten die Symptome, ritten oder arbeiteten weiter und verschlimmerten ihren Zustand; ein Reiter brauchte zwei Jahre und neun Monate, um sich zu erholen, nachdem er unerkannte Symptome durchgesetzt hatte. Als Trainerin und Reiterin hat Frau Collins beobachtet: "Ich habe aus erster Hand gesehen, wie die Symptome einer Gehirnerschütterung heruntergespielt werden. Die Reiter machen weiter, ohne sich der langfristigen Folgen einer Hirnverletzung bewusst zu sein". Diese Erkenntnisse decken sich mit den jüngsten Maßnahmen im Pferdesport, wie der neuen 21-tägigen Sperre von British Showjumping (BS) bei Verdacht auf Gehirnerschütterung (siehe den entsprechenden Artikel in dieser Serie), die gemeinsam mit der British Equestrian (BEF) beschlossen wurde. Reiter können sie mit ärztlichem Einverständnis verkürzen. British Dressage und British Riding Clubs folgen ähnlichen Protokollen, die 14 symptomfreie Tage plus Bestätigung verlangen. Die BEF baut ein zentralisiertes Aussetzungssystem auf und stellt Leitlinien für Gehirnerschütterungen bereit.

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