Der Polizeigewahrsam der LFI-Europaabgeordneten Rima Hassan wurde am Donnerstagabend in Paris aufgehoben, nachdem gegen sie wegen «Verherrlichung von Terrorismus» im Zusammenhang mit einem Beitrag auf X vom 26. März ermittelt wurde. Die Pariser Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass sie sich am 7. Juli vor dem Strafgericht verantworten muss. Bei einer Durchsuchung wurden geringe Mengen CBD und 3MMC in ihrem Besitz gefunden, was ein separates Verfahren einleitete.
Rima Hassan, die französisch-palästinensische LFI-Europaabgeordnete, erschien am Donnerstagmorgen bei der Pariser Kriminalpolizei, nachdem sie zu einer Befragung im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen «Verherrlichung von Terrorismus im Internet» vorgeladen worden war. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte, dass der Gewahrsam ohne Aufhebung der parlamentarischen Immunität möglich war.
Die beanstandete Nachricht, die am 26. März veröffentlicht und inzwischen gelöscht wurde, zitierte Kōzō Okamoto: «Ich habe meine Jugend der palästinensischen Sache gewidmet. Solange es Unterdrückung gibt, wird Widerstand nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht sein.» Kōzō Okamoto, ein Mitglied der Japanischen Roten Armee, wurde für das Massaker am Flughafen Ben-Gurion in Israel im Jahr 1972, bei dem 26 Menschen starben, zu lebenslanger Haft verurteilt. Der RN-Abgeordnete Matthias Renault hatte die Äußerungen bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
Die Durchsuchung ihres Besitzes ergab laut Staatsanwaltschaft «Substanzen, die einerseits CBD und andererseits 3MMC ähneln». Ein separates Verfahren wegen Betäubungsmittelbesitzes wurde eingeleitet.
Jean-Luc Mélenchon verurteilte auf X eine «politische Polizei» und behauptete, dass es in Frankreich «keine parlamentarische Immunität mehr» gebe. Unterstützer wie Clémence Guetté und Manon Aubry sprachen von einer «Hexenjagd gegen palästinensische Aktivisten». Auf der rechten Seite kritisierten David Lisnard und Marion Maréchal Rima Hassan, bezeichneten sie als «Drogenkonsumentin» und ihre Partei als «Narco-parti».