Pariser Staatsanwaltschaft prüft Anzeige gegen Abgeordnete Caroline Yadan

Die Pariser Staatsanwaltschaft prüft eine Klage der LFI-Abgeordneten Gabrielle Cathala gegen die macronistische Abgeordnete Caroline Yadan, der vorgeworfen wird, Falschmeldungen über die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese verbreitet zu haben. Die Anzeige folgt auf einen spannungsgeladenen Schlagabtausch in der Nationalversammlung Ende Februar. Die Staatsanwaltschaft wird nun entscheiden, ob sie Ermittlungen einleitet.

Wie eine mit dem Fall vertraute Quelle gegenüber AFP bestätigte, ist bei der Pariser Staatsanwaltschaft eine Anzeige gegen die Abgeordnete Caroline Yadan eingegangen. Die LFI-Abgeordnete (La France insoumise) Gabrielle Cathala wirft ihrer macronistischen Kollegin vor, "Falschmeldungen" über Francesca Albanese, die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, verbreitet zu haben. Am 12. Februar reichte Frau Cathala die Anzeige ein, zwei Tage nach einer Regierungsbefragung. Dort hatte Frau Yadan den Außenminister Jean-Noël Barrot zu Äußerungen von Frau Albanese befragt und ihr Antisemitismus vorgeworfen, mit der Behauptung, sie habe "Israel als gemeinsamen Feind der Menschheit" bezeichnet. Herr Barrot verurteilte diese Aussagen als "empörend und vorwerfbar" und forderte den Rücktritt der Sonderberichterstatterin. Die umstrittenen Äußerungen fielen während einer Videokonferenz auf einem Al-Jazeera-Forum. Frau Albanese sprach von einem "gemeinsamen Feind", der einen "Völkermord" in Gaza ermögliche, und verwies dabei auf Länder, die Israel bewaffnen sowie politisch und wirtschaftlich unterstützen. Gegenüber France 24 verteidigte sie sich: "Ich habe niemals, niemals, niemals gesagt, dass Israel der gemeinsame Feind der Menschheit ist." In ihrer Anzeige hebt Frau Cathala einen Beitrag von Frau Yadan auf X sowie einen Brief hervor, der von etwa fünfzig macronistischen Abgeordneten mitunterzeichnet wurde und die Behauptungen wiederholt. Der Brief hält fest, dass diese Handlungen "schwerwiegende diplomatische Konsequenzen" hätten, indem sie die Haltung Frankreichs beeinflussten. Die Klage richtet sich zudem gegen Hillel Neuer, den Direktor einer Organisation, sowie Shannon Seban, eine Kommunalpolitikerin aus Seine-Saint-Denis, wegen der Verbreitung von Falschmeldungen. Nach einer Prüfung wird die Pariser Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie Ermittlungen einleitet.

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