Opfer im Jetline-Unfall bei Gröna Lund empfinden Erleichterung nach dem Urteil von heute, aber Enttäuschung über die niedrige Entschädigung. Karin und Mikael Elmegard wurden vor zwei und einem halben Jahr aus der Achterbahn geschleudert, wobei Karin lebensbedrohliche Verletzungen erlitt. Das Urteil bietet etwas Abschluss, aber die Bußgelder waren niedriger als vom Staatsanwalt gefordert.
Am 25. Juni 2023 entgleiste die Jetline-Achterbahn im Vergnügungspark Gröna Lund in Stockholm, wodurch drei Personen aus der Bahn geschleudert wurden und sechs Meter zu Boden fielen. Zu den Opfern gehörten Karin und Mikael Elmegard. Karin Elmegard erlitt lebensbedrohliche Verletzungen, nachdem sie an jenem Sommertag aus der Fahrt gefallen war, während ihr Ehemann Mikael ebenfalls fiel, sich aber an einem Träger festklammerte. Nach einem langen Gerichtsverfahren fiel am 28. Januar 2026 das Urteil mit einer Geldstrafe gegen Gröna Lund, allerdings in einer Höhe, die unter den Forderungen des Staatsanwalts lag. Für das Paar Elmegard bringt das Ergebnis etwas Erleichterung und eine Art Abschluss, doch sie sind tief enttäuscht über die Höhe der Entschädigung. „Das ist bedauerlich“, sagte Karin Elmegard gegenüber Nerikes Allehanda. Ihr Ehemann Mikael Elmegard kommentierte: „Wirtschaftlich gesehen ist das ein gutes Ergebnis für Gröna Lund“, hieß es in Dagens Nyheter. Das Paar hatte auf höhere Schadensersatzleistungen gehofft, insbesondere da selbst ihre Kinder keine Entschädigung erhielten. Der Unfall erregte große Aufmerksamkeit und führte zu einer gründlichen Untersuchung der Sicherheitsstandards im Vergnügungspark. Das Urteil unterstreicht die Verantwortung des Parks, doch die Opfer fühlen, dass ihr Leid nicht vollständig geadelt wurde.