Mehr als sieben Wochen nachdem der Senat beschlossen hat, die vom ehemaligen Minister Álvaro Elizalde vorangetriebene politische Reform nicht weiterzuleiten, wurde die gemischte Kommission noch nicht gebildet und die Exekutive hat dieser keine Dringlichkeit beigemessen.
Die Reform zielt darauf ab, parlamentarische Ausschüsse zu stärken sowie Beschränkungen für Parteien und unabhängige Kandidaturen zu erhöhen. Sie erfährt parteiübergreifende Unterstützung von der PC bis zu den Republikanern. Die Initiative, die von beiden Kammern weitgehend gebilligt wurde, hängt noch von Details zu den Grundsatzerklärungen der Parteien ab.
Abgeordnete und Senatoren der Regierungskoalition, wie Constanza Hube von der UDI und Luciano Cruz-Coke von der Evópoli, haben mit der Koordinierung begonnen, um ein Maßnahmenpaket voranzutreiben, das unter anderem Parteihürden und Anforderungen für verfassungsrechtliche Anklagen umfasst. Cruz-Coke erklärte, dass diese Reformen höchste Priorität verdienen, sobald das Wiederaufbaugesetz verabschiedet ist.
Präsident José Antonio Kast kündigte am Montag einen obligatorischen Drogentest in der Verfassung an. Die Prioritäten der Regierung liegen auf sozialen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Notlagen, ohne explizite Hinweise auf eine Modernisierung politischer Institutionen.