Präsident William Ruto hat die Amtszeit des Expertengremiums für die Entschädigung von Opfern von Menschenrechtsverletzungen um 90 Tage verlängert. Dieser Schritt erfolgt nach Bedenken hinsichtlich Verzögerungen bei der Entschädigung von Demonstrationsopfern. Die Verlängerung gilt vom 5. Juni bis zum 5. September 2026.
Stabschef Felix Koskei veröffentlichte am 12. Juni eine entsprechende Bekanntmachung im Amtsblatt. Das Gremium war erstmals im März 2026 ernannt worden, um sich mit der Entschädigung von Opfern aus dem Zeitraum von 2017 bis 2024 zu befassen.
Ruto hatte zuvor im März erklärt, dass die Opfer bis Juni durch die Bereitstellung von 2 Milliarden KSh entschädigt würden. Die Verlängerung bedeutet, dass der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden kann.
Koskei erklärte, die zusätzliche Zeit werde es dem Gremium ermöglichen, sein Mandat hinsichtlich der wiederherstellenden Gerechtigkeit und der Entschädigungsmechanismen zu erfüllen. Opfer hatten wegen der Verzögerungen mit neuen Demonstrationen gedroht.