Die Sängerin Sarah Engels hat den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2026 gewonnen und wird Deutschland in Wien vertreten. Sie setzte sich mit ihrem Song 'Fire' gegen acht andere Bewerber durch. Moderatorin Hazel Brugger sorgte mit einer neuen blonden Frisur für Aufsehen.
Am Samstagabend fand in Berlin die Show 'Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale' auf ARD statt, in der der deutsche Beitrag für den ESC 2026 gekürt wurde. Die 33-jährige Sängerin Sarah Engels aus Köln gewann mit ihrem Lied 'Fire', das Frauen ermutigen soll, ihren Träumen zu folgen. Zunächst wählte eine internationale Jury aus 20 Ländern drei Acts aus neun Bewerbern aus, bevor das Publikum per Abstimmung entschied. Engels erhielt die meisten Stimmen.
Die Veranstaltung wurde von der Schweizer Komikerin Hazel Brugger, 32, und Barbara Schöneberger, 51, moderiert. Brugger erschien mit streng nach hinten gegelten Haaren in einem sehr hellen Blond, was von ihrem üblichen natürlichen Look abwich und für Überraschung sorgte. Zur Einstimmung präsentierten die Moderatorinnen ein Medley bekannter ESC-Lieder, darunter 'Ein bisschen Frieden' von Nicole. Ein Highlight war eine Parodie auf Stefan Raab: Beide traten mit schneeweißen Zähnen und dicken Sonnenbrillen auf, eine Anspielung auf Raabs Auftritt 2000 mit 'Wadde hadde dudde da?'. Raab ist in diesem Jahr nicht mehr am Auswahlprozess beteiligt.
Deutschland hat in den letzten zehn Jahren beim ESC oft schlechte Platzierungen erzielt, mit Ausnahme von Michael Schulte (Platz 4, 2018). Zuletzt kamen Isaak (12. Platz, 2024) und das Duo Abor & Tynna (15. Platz, 2025) ins Mittelfeld. Engels ist jedoch in Wettbewerben erfolgreich: Sie erreichte 2011 das Finale von 'Deutschland sucht den Superstar', nahm an Shows wie 'Let's Dance', 'The Masked Singer' und 'Dancing on Ice' teil und hat 1,8 Millionen Instagram-Follower. Von 2013 bis 2019 war sie mit Pietro Lombardi verheiratet.
Anders als zuvor leitet der Südwestrundfunk (SWR) den Prozess statt des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Der ESC 2026 findet am 16. Mai in Wien statt, da Österreich 2025 mit JJ und 'Wasted Love' gewann. 35 Länder nehmen teil, einige boykottieren wegen der israelischen Teilnahme und des Vorgehens im Gazastreifen.