Die Einnahmen des South African Revenue Service (SARS) beliefen sich im Finanzjahr 2025/26 auf 2,01 Billionen Rand und überschritten damit erstmals die Marke von 2 Billionen Rand. Dieser Wert übertraf die Haushaltsvoranschläge für 2025 um fast 25 Milliarden Rand und stellt einen Anstieg von 8,4 % gegenüber dem Vorjahr dar. Kommissar Edward Kieswetter bezeichnete dies zum Abschluss seiner Amtszeit als historischen Meilenstein.
Das Finanzjahr endete am Dienstag um Mitternacht, wobei die Einnahmen durch starke Erträge aus der Mehrwertsteuer (VAT), der Lohnsteuer (PAYE) und Unternehmenssteuern infolge verstärkter Compliance-Bemühungen angetrieben wurden. Die inländische Mehrwertsteuer stieg um 7,6 % auf 604 Milliarden Rand, die Lohnsteuer erreichte mit einem Zuwachs von 8,5 % 767 Milliarden Rand und die Einnahmen aus dem Bergbausektor verdoppelten sich auf über 25 Milliarden Rand. Kieswetter führte die Ergebnisse auf die Compliance-Initiativen von SARS, die administrative Effizienz und einen geringfügigen Beitrag aus dem Bergbau zurück. „Diese Leistung spiegelt die zielgerichtete Arbeit von SARS bei den Compliance-Initiativen, die verbesserte administrative Effizienz und einen marginalen Beitrag des Bergbausektors wider“, sagte er. Durch diese Einnahmen konnte eine weitere, vom Finanzminister Enoch Godongwana in Aussicht gestellte Mehrwertsteuererhöhung vermieden werden. Trotz einer schwächelnden Wirtschaft und anderer Herausforderungen erreichte SARS diese Zahlen ein Jahrzehnt, nachdem erstmals die Schwelle von 1 Billion Rand überschritten worden war. Godongwana sprach seinen Dank aus und merkte an, dass Präsident Cyril Ramaphosa Kieswetters Nachfolge ab dem 1. Mai bereits geregelt habe. Kieswetter hob zudem den Kampf gegen die Schattenwirtschaft hervor, in dessen Zuge 17 strafrechtliche Ermittlungen zum illegalen Handel mit Tabak und Alkohol eingeleitet wurden. Er führte die „Modernisation 3.0“ ein, die auf einzigartigen digitalen Identitäten und KI zur Überwachung der Einhaltung von Vorschriften basiert. SARS meldete zudem einen Handelsüberschuss von 240 Milliarden Rand, wobei der Index zur Handelserleichterung von 52 % auf über 75 % stieg. Während die Importe aus den Vereinigten Staaten zurückgingen, bleiben China, Indien und Deutschland wichtige Handelspartner.