Der chilenische Wahldienst (Servel) hat die Verteilung der 155 Sitze in der Abgeordnetenkammer auf Grundlage der Zensusdaten des Nationalen Statistikinstituts (INE) aktualisiert. Der am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Beschluss passt die Zahl der Abgeordneten pro Wahlbezirk an, wobei die Obergrenze zwischen 3 und 8 Abgeordneten pro Gebiet liegt.
Alle zehn Jahre überprüft Servel die territoriale Zuweisung der 155 Sitze auf 28 Wahlbezirke basierend auf der Volkszählung. Die Behörde erließ den Beschluss am vergangenen Donnerstag unter Einhaltung der Regeln, die vorsehen, dass Wahlbezirke nicht weniger als 3 oder mehr als 8 Abgeordnete haben dürfen.
In der Metropolregion steigt der Wahlbezirk 11 – der Las Condes, Lo Barnechea, Vitacura, La Reina und Peñalolén umfasst – von 6 auf 8 Sitze. Auch die Wahlbezirke 14 (unter anderem Calera de Tango, Talagante, Buín und San Bernardo), 9 (unter anderem Recoleta, Huechuraba und Cerro Navia) sowie 12 (unter anderem La Florida und Puente Alto) erhöhen sich auf 8 Sitze. Der Wahlbezirk 13 (unter anderem San Miguel, El Bosque und Pedro Aguirre Cerda) steigt von 5 auf 6.
Außerhalb der Hauptstadt gibt es Reduzierungen: Der Wahlbezirk 4 in Atacama (unter anderem Copiapó, Diego de Almagro und Caldera) sinkt von 5 auf 3 Sitze, ebenso der Wahlbezirk 24 in Los Ríos (unter anderem Valdivia, Río Bueno und La Unión). Regionen wie O’Higgins, Maule, Ñuble, Los Lagos und La Araucanía verzeichnen ähnliche Verluste.
Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt gibt es eine Frist für Einsprüche vor dem Wahlqualifikationstribunal (Tricel). Solche Neugliederungen lösen aufgrund ihrer Auswirkungen auf Wahlbezirke mit starker parteipolitischer Prägung oft politische Debatten aus.