Shapefarm, ein neues Studio mit Sitz in Tokio, hat sich mit dem Anime-Haus Studio Massket zusammengetan, um Orbitals zu entwickeln, ein exklusives Koop-Spiel für die Nintendo Switch 2. Das Spiel handelt von den Teenagern Maki und Omura auf einer interstellaren Reise und verbindet handgezeichnete Anime-Ästhetik mit Rätsel-Gameplay. Die Entwickler heben Einflüsse von Anime der 1980er Jahre sowie persönliche Inspirationen aus ihrer Kindheit hervor.
In Orbitals schlüpfen die Spieler in die Rollen von Maki und Omura, die einem tödlichen kosmischen Sturm entkommen und durch den Weltraum reisen, um eine weitere Explosion abzuwenden. Creative Director Marcos Ramos beschrieb das Spiel als „Hommage und Liebesbrief an unsere Kindheit“ und nannte japanische Anime der 1990er Jahre wie Dragon Ball sowie die grenzenlose Kreativität von Akira Toriyama als entscheidende Inspirationen. Ramos, der in Argentinien aufgewachsen ist, eilte nach der Schule nach Hause, um Episoden zu schauen, die den verspielten Ton des Spiels prägten, darunter Neckereien während eines Laser-Tag-Spiels und die Entdeckung außerirdischer Kreaturen an Bord ihres Schiffes. Game Director Jakob Lundgren, ein 10-jähriger Hazelight-Veteran, betonte den einzigartigen Kunststil als Alleinstellungsmerkmal gegenüber Titeln wie It Takes Two, der handgemalte Hintergründe, 3D-Assets, geschichtete Anime-Cels, abgehackte Animationen und VHS-Körnungseffekte für ein nostalgisches Gefühl kombiniert. Die Grafik entspringt einer Zusammenarbeit mit Studio Massket, bekannt für Attack on Titan und One Piece. CEO Riku Seitei von Studio Massket holte den legendären Gundam-Künstler Tôru Yoshida für die von den 80er Jahren inspirierten retro-futuristischen Zwischensequenzen ins Boot. Was als Outsourcing begann, entwickelte sich zu einer Co-Entwicklung, wobei Johannes Varmedal, Assistant Art Director bei Shapefarm, anmerkte, dass sie Techniken der Anime-Produktion erlernt und sogar handgemalte UI-Elemente integriert hätten. Das Gameplay konzentriert sich auf zwei Werkzeuge – eine Strahlkanone zum Löten von Elektronik und einen Greifhaken zum Manipulieren von Objekten –, wobei die Spieler diese frei tauschen können. Minispiele lassen sich auf dem erkundbaren Schiffshub freischalten, und die Rätsel legen den Schwerpunkt auf Zusammenarbeit statt auf Plattform-Elemente. Lundgren sagte, dass Spieltests in der späten Entwicklungsphase zu Ideen wie dem Werkzeugtausch führten, und fügte hinzu: „Wenn man ein Spiel fertigstellt, ist man am besten darin, es zu erschaffen.“ Zu den Highlights gehören unter anderem Tanzwettbewerbe im Stil von DDR. Ramos betonte den Wert von Couch-Koop für die Schaffung gemeinsamer Erinnerungen. Varmedal, der zuvor an dem Nintendo-Exklusivtitel Devil's Third aus dem Jahr 2015 gearbeitet hatte, plädierte für Selbstvertrauen bei der kreativen Vision. Shapefarm besteht aus Entwicklern aus Neuseeland, Argentinien und Schweden.