Die Generalstaatsanwaltschaft (Fiscalía General de la República) hat dokumentiert, dass das Sinaloa-Kartell in mindestens 11 Gemeinden in Morelos Kontrolle über Ressourcen und Polizei ausübt. Ein ehemaliger Bürgermeister sagte aus, er sei wegen Drohungen gegen die Gouverneurin kontaktiert worden, welche diese jedoch zurückwies.
Die FGR legte im Fall FED/FEMDO/FEITATA-SIN/0000174/2025 dar, dass das Sinaloa-Kartell die Kontrolle über Gemeinden wie Cuautla und Atlatlahucan übernommen hat. Die Bürgermeister Jesús Corona Damián und Agustín Toledano Amaro stellten personelle, materielle und sicherheitspolitische Ressourcen in den Dienst der Gruppierung.
Im Strafverfahren 170/2026 sagte der ehemalige Bürgermeister von Cuautla, Raúl Tadeo Nava, am 6. Mai aus, dass Júpiter Araujo Benard, bekannt als El Barbas, ihm befohlen habe, der Gouverneurin Margarita González Saravia ein Ultimatum zu überbringen. Die Nachricht forderte freien Durchgang für Drogen und die Kontrolle über das Budget im Austausch für eine Befriedung des Bundesstaates.
Die Regierung von Morelos dementierte, dass die Gouverneurin Drohungen erhalten habe oder Pakte eingegangen sei. Justizdokumente bestätigen, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Nachricht übermittelt wurde. Die Ermittlungen führten zu Festnahmen von Amtsträgern und Haftbefehlen gegen 11 Personen.