Sony hat damit begonnen, sein Disc-Produktionswerk im österreichischen Thalgau in eine Fertigungsstätte für Mikrolinsen umzuwandeln, nachdem das Unternehmen am 1. Juli das Ende der Produktion physischer PlayStation-Spiele bis Januar 2028 bekannt gegeben hatte.
Laut Dietmar Tanzer, CEO der Sony Digital Audio Disc Corporation, ist das Unternehmen bereits dabei, die Anlage umzustrukturieren und seine 300 Mitarbeiter umzuschulen. Das Werk hatte jährlich 600.000 Discs produziert, doch die kommenden Aufträge liegen derzeit nur noch bei 10 Prozent des üblichen Niveaus.
Markus Streibl, Leiter der Abteilung Micro Optics bei Sony DADC, erklärte, dass der Wandel bereits vor der Ankündigung geplant war und zuvor eine Investition in Höhe von 30 Millionen Euro getätigt wurde. Testläufe für die Mikrolinsen-Produktion haben begonnen, wenngleich Tanzer nicht bestätigen konnte, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Der Standort Thalgau ist Sonys letzte verbliebene Disc-Fabrik, nachdem das Werk in New Jersey im Jahr 2011 geschlossen wurde. Die Massenproduktion optischer Mikrolinsen ist unternehmensweit bereits für das Jahr 2027 geplant.