Südafrikas öffentliche Schulen sehen sich mit einem anhaltenden Lehrermangel konfrontiert, da fast die Hälfte des Personals 50 Jahre oder älter ist und 17.450 Stellen unbesetzt bleiben.
Die Ministerin für Grundschulbildung, Siviwe Gwarube, meldete für Ende Januar 2026 17.450 offene Stellen bei insgesamt 389.286 zugewiesenen Planstellen, was einer landesweiten Quote von 4 % entspricht. Das Westkap wies mit 11 % die höchste Rate auf, gefolgt vom Nordkap mit 10 % und Limpopo mit 8 %.
Gwarube wies darauf hin, dass die Vakanzen durch Kündigungen, Pensionierungen, Beförderungen und vorübergehende Abwesenheiten entstehen. Die Provinzen besetzen die Stellen im Rahmen ihrer Budgets, und das nationale Ministerium kann über diese Prozesse hinaus keine zusätzlichen Mittel bereitstellen.
Der außerordentliche Professor Zayd Waghid erklärte, dass die Lehrerausbildung Absolventen oft unzureichend auf überfüllte Klassen, Disziplinarprobleme und sozialen Druck vorbereite. Viele Studenten im letzten Studienjahr betrachten den Beruf als stressig, dennoch bleiben viele dem Lehrerberuf verpflichtet.
Das Ministerium überprüft derzeit die Normen für die Stellenbereitstellung und unterstützt das Funza Lushaka-Stipendienprogramm, um den Provinzen bei der Bewältigung der Vakanzquoten zu helfen.