Der südafrikanische Haushalt 2026 hat den pauschalen Freibetrag für Auslandstransfers (Single Discretionary Allowance) auf 2 Millionen Rand pro Erwachsenem angehoben, wodurch Ehepaare jährlich bis zu 4 Millionen Rand mit reduziertem bürokratischem Aufwand ins Ausland überweisen können. Diese Änderung vereinfacht den Kapitaltransfer ins Ausland, doch Experten warnen vor potenziellen steuerlichen Risiken und Wechselkursfallen.
Der südafrikanische Haushalt 2026 hat Änderungen bei den Regeln für Auslandstransfers eingeführt und den pauschalen Freibetrag (Single Discretionary Allowance, SDA) auf 2 Millionen Rand pro Erwachsenem und Kalenderjahr angehoben. Während solche Transfers früher mit mehr Formularen verbunden waren, können Erwachsene diesen Freibetrag nun ohne eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung (Tax Clearance Certificate) des SARS in Anspruch nehmen.
Für Ehepaare bedeutet dies, dass jährlich bis zu 4 Millionen Rand einfacher ins Ausland transferiert werden können. Zusätzlich ermöglicht der Freibetrag für Auslandsinvestitionen weitere 10 Millionen Rand pro Person, vorbehaltlich der Anforderungen des SARS und der autorisierten Händler, was bei Einhaltung der Regeln potenziell bis zu 24 Millionen Rand pro Jahr für Paare erlauben könnte.
Therese Grobler, Leiterin der Vermögensverwaltung bei Momentum Financial Planning, betonte die Notwendigkeit einer soliden Strukturierung. "Da Südafrikaner nun in der Lage sind, größere Beträge effizienter ins Ausland zu transferieren, sollte die Diskussion nicht damit enden, wie viel Geld verschoben werden kann, sondern vielmehr damit, wie diese Vermögenswerte gehalten werden sollten, um das Vermögen langfristig zu schützen und zu erhalten", sagte sie.
Harry Scherzer, CEO von Future Forex, hob häufige Probleme bei Transfers hervor. Er wies darauf hin, dass Defizite oft aus Wechselkursunterschieden, Bankmargen und dem Zeitpunkt der Transaktion resultierten. "Wenn man den zugrunde liegenden Kurs und die Spanne nicht sehen kann, unterschreibt man faktisch einen Blankoscheck bei der Preisgestaltung. Diese Zahlen sollten transparent sein, damit Kunden eine rationale und fundierte Entscheidung treffen können", erklärte Scherzer und nannte als Beispiel eine Marge von 2 %, die bei einem Transfer von 1 Million Rand Kosten von 20.000 Rand verursacht.