Der KI-Ausschuss des Obersten Gerichtshofs hat einen Entwurf für Vorschriften veröffentlicht, der den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Bestimmung von Gerichtsurteilen oder zur Profilerstellung von Zeugen und Parteien in Gerichtsverfahren untersagt.
Der vorläufige Entwurf mit dem Titel Regulations for Use of Artificial Intelligence (AI) in Courts, 2026 wurde am 3. Juni veröffentlicht. Er schreibt vor, dass KI-Systeme nur in unterstützender Funktion und strikt unter menschlicher richterlicher Aufsicht betrieben werden dürfen, und verbietet undurchsichtige oder nicht erklärbare KI in jedem Gerichtsverfahren. Die Regeln erlauben KI für administrative Aufgaben wie Fallmanagement und Transkription, untersagen jedoch deren Einsatz für Risikobewertungen, die Beurteilung der Kautionsfähigkeit oder die Vorhersage von Rückfallquoten. Sie fordern zudem die Einhaltung des Digital Personal Data Protection Act, 2023 und schreiben Sicherheitsvorkehrungen gegen Voreingenommenheit aufgrund von Rasse, Religion, Kaste oder anderen unzulässigen Gründen vor. Ein von Richter P.S. Narasimha geleitetes Komitee hat bis zum 20. Juni zur öffentlichen Stellungnahme aufgerufen. Der Entwurf schlägt zudem ein übergeordnetes Gremium am Obersten Gerichtshof vor, das die Einführung von KI in der Justiz beaufsichtigen soll.