Der Oberste Gerichtshof Kolumbiens hat eine 11-jährige Haftstrafe gegen Luis Javier Rojas Morera wegen Geldwäsche bestätigt, entlastete ihn jedoch von illegaler Bereicherung. Der Fall reicht zurück bis 2016, als er mit 614 Millionen Pesos in einem offiziellen Senatsfahrzeug erwischt wurde. Das Urteil reaktiviert den Haftbefehl, damit er seine Strafe verbüßt.
Am 4. April 2016 wurde Luis Javier Rojas Morera an einer Militärkontrolle im Viertel El Chicó in Usaquén, Bogotá, erwischt, als er 614 Millionen Pesos in zwei Koffern in einem grauen Toyota Camry von 2011 mit offiziellen Senatsschildern (OBH-651) transportierte. Die Operation unter Leitung von Hauptmann Hugo Germán Quintero mit Unterstützung des Generalstaatsanwalts und US-Geheimdiensten wie DEA und ICE führte zu seiner sofortigen Festnahme.
Rojas Morera, Berater des Kongressabgeordneten Alexander García Rodríguez der U-Partei, versuchte, die Soldaten zu bestechen, zuerst mit 50 Millionen Pesos, dann verdoppelte er das Angebot, doch sie lehnten ab und informierten das CTI der Staatsanwaltschaft. Das Geld, bestehend aus 12.999 Scheinen, wurde mit kriminellen Gruppen wie dem Clan del Golfo und dem Drogenhändler Mauricio Pachón Rozo, alias 'Puntilla', der 2018 getötet wurde, in Verbindung gebracht, obwohl die Akte diesen Zusammenhang nicht direkt bewies.
Die Verteidigung behauptete, die Gelder gehörten dem Unternehmer Juan Martín Lozano Sánchez, der sie zur Aufbewahrung übergeben habe während eines Umzugs, doch die Gerichte wiesen dies wegen fehlender Buchhaltungsunterlagen und verspäteter Zeugenaussage zurück. Das Oberlandesgericht Bogotá und das Sechste Spezialisierte Strafgericht des Zirkus verurteilten ihn wegen Geldwäsche und Bestechung, Urteile, die vom Obersten Gerichtshof am 21. Dezember 2024 bestätigt wurden.
Richter Carlos Roberto Solórzano Garavito betonte, dass 'das Verbergen des Ursprungs von Vermögenswerten ausreicht, um den Straftatbestand der Geldwäsche zu erfüllen', und wies auf die Nutzung des offiziellen Fahrzeugs zur Umgehung von Kontrollen und die Unfähigkeit, die Legalität des Geldes nachzuweisen hin. Rojas Morera, Sohn der ehemaligen Senatsfinanzdirektorin Magdalena Morera Rebolledo, muss nun 132 Monate Gefängnis, eine Geldstrafe von 1,518 Millionen Pesos, fünf Jahre Berufsverbot für öffentliche Ämter und den Verlust politischer Rechte hinnehmen. Derzeit auf freiem Fuß wegen Ablaufs der Fristen, steht seine Verhaftung unmittelbar bevor.