Ubisoft-CEO Yves Guillemot hat bestätigt, dass zwei Far Cry-Projekte und mehrere Assassin's Creed-Titel aktiv unter dem neuen Vantage Studios entwickelt werden. Dazu gehören Einzelspieler- und Multiplayer-Erlebnisse für Assassin's Creed, aufbauend auf einer Community von über 30 Millionen Spielern im letzten Jahr. Die Ankündigung erfolgt inmitten der großen Umstrukturierungsmaßnahmen des Unternehmens.
In einem kürzlichen Interview mit Variety sprach Ubisoft-CEO Yves Guillemot über den Status der großen Franchises des Unternehmens. „Wir haben eine solide Pipeline bei Vantage Studios im Gange“, sagte Guillemot. „Unter der Marke Assassin’s Creed befinden sich mehrere Titel in Entwicklung, die sowohl Einzelspieler- als auch Multiplayer-Erlebnisse umfassen, mit dem Ziel, eine Community weiter auszubauen, die letztes Jahr über 30 Millionen Spieler umfasste. Bei Far Cry ist die Vorfreude hoch, und wir haben derzeit zwei sehr vielversprechende Projekte in Entwicklung.“ Die zwei Far Cry-Projekte wurden erstmals Anfang 2023 unter den Codenamen Project Blackbird für das Haupt-Far Cry 7 und Project Maverick für einen Multiplayer-Spin-off berichtet, der als Extraction Shooter begann, sich aber während der Entwicklung weiterentwickelt hat. Far Cry 6, der letzte Haupteintrag, erschien 2021 und markiert bis Herbst 2026 eine Lücke von fünf Jahren – die längste in der Serie seit dem Erwerb durch Ubisoft im Jahr 2008. Bei Assassin's Creed deuten Leaks auf ein unangekündigtes Remake von Assassin's Creed IV: Black Flag hin, das trotz Verzögerungen für 2026 geplant ist, neben dem Multiplayer-Spin-off Invictus und dem Einzelspieler-Titel Hexe für 2027. Assassin's Creed Shadows startete im März 2025. Mehrere unangekündigte Mobile-Spin-offs wurden storniert, einschließlich einer Netflix-Kollaboration namens Jade. Diese Bestätigung fällt in die umfassende Umorganisation von Ubisoft in fünf unabhängige „Creative Houses“ bis Anfang April 2026, wobei Vantage Studios sich auf hochprofitable Franchises wie Assassin's Creed, Far Cry und Rainbow Six konzentriert. Die Änderungen umfassen zusätzliche Kostensenkungen von 200 Millionen Euro über zwei Jahre, insgesamt rund 500 Millionen Euro seit Geschäftsjahr 2022-23, was zur Stornierung von sechs Spielen führte, darunter das Prince of Persia: The Sands of Time Remake. Studios in Stockholm und Halifax wurden geschlossen, 40 Entwickler bei Ubisoft Toronto entlassen und etwa 1.200 Mitarbeiter führten im Februar 2026 einen dreitägigen Streik wegen Rückkehr-ins-Büro-Richtlinien, Kostensenkungen und fehlender Gehaltserhöhungen durch. Keine offiziellen Release-Termine für die neuen Projekte wurden angekündigt, obwohl Leaks auf Ziele für 2026 hindeuten, die sich aufgrund laufender interner Veränderungen verschieben könnten.