Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass nur 3 % der Kinder im Alter von 6 bis 23 Monaten in den von Ernährungsunsicherheit betroffenen Gebieten Kenias eine angemessene Ernährung erhalten. Diese Zahlen verdeutlichen eine große Versorgungslücke trotz nationaler Fortschritte bei der Verringerung von Wachstumsverzögerungen (Stunting) in den letzten 30 Jahren. Es bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Bezirken und verschiedenen Einkommensgruppen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, dass nur 3 % der Kinder im Alter von 6 bis 23 Monaten in den stark von Ernährungsunsicherheit betroffenen Gebieten Kenias eine ausreichende Ernährung erhalten. Landesweit unterschreiten 31 % der Kinder in dieser Altersgruppe die akzeptablen Ernährungsstandards, wobei nur 37 % eine abwechslungsreiche Kost zu sich nehmen. Die nationale Rate an Wachstumsverzögerungen ist von 40 % im Jahr 1993 auf 18 % gesunken. Dennoch bleiben die Unterschiede zwischen den Bezirken eklatant: Kilifi liegt bei 37 %, West Pokot bei 34 % und Samburu bei 31 %, verglichen mit etwa 9 % in Kisumu und Garissa. Diese Diskrepanzen übertreffen mittlerweile die Unterschiede zwischen Kenia und einigen wohlhabenderen Nationen. Edgar Okoth, CEO von SUN CSA, warnte davor, sich angesichts dieser Erfolge zurückzulehnen. „Obwohl der Rückgang von Wachstumsverzögerungen lobenswert ist, kann er nicht rückgängig gemacht werden, sobald er eingetreten ist“, sagte Okoth und forderte eine vollständige Beseitigung statt nur eine Reduzierung. Wachstumsverzögerungen betreffen 28 % der Kinder im untersten Einkommensquintil gegenüber 9 % im obersten und 22 % derjenigen, deren Mütter keine formale Bildung haben, im Vergleich zu 9 % bei Müttern mit Sekundarschulabschluss oder höher. Im Jahr 2025 entwickelte das Gesundheitsministerium mit Unterstützung der WHO eine nationale Richtlinie zur Vorbeugung und Behandlung akuter Mangelernährung und schulte entsprechendes Gesundheitspersonal.