Tausende weiterführender Schulen drohen wegen geringer Schülerzahlen zu schließen

Der Übergang von der Grundschule zur 10. Klasse im Rahmen des kenianischen Competency-Based Curriculum stellt öffentliche weiterführende Schulen vor große Herausforderungen, wobei viele kleine Schulen wegen geringer Einschreibungen Schließungsrisiken gegenüberstehen. Prestigeträchtige nationale Schulen ziehen die meisten Schüler an und lassen kleinere Einrichtungen leer. Das Bildungsministerium hat 2.700 öffentliche Schulen mit insgesamt weniger als 150 Schülern identifiziert.

Der Übergang vom Primar- zum Sekundarschulwesen hat öffentliche Schulen in ganz Kenia im Rahmen des neuen Competency-Based Curriculum gestört. Früher betrieben weiterführende Schulen vier Jahrgänge von Form One bis Four. Nun, mit nur drei Streams und keiner neuen Aufnahme seit 2024, arbeiten viele Einrichtungen nur mit zwei gefüllten Klassen und lassen eine leer. Große nationale Schulen profitieren, indem sie doppelt so viele Schüler wie üblich aufnehmen, da Eltern deren Prestige bevorzugen. Das lässt kleine Schulen ohne Schüler zurück und beschleunigt Schließungsrisiken. Im letzten Jahr hat das Bildungsministerium 2.700 öffentliche Schulen mit unter 150 Schülern insgesamt als ineffizient markiert. Bildungsminister Julius Ogamba sagte: „Es gibt keinen Nutzen in einer Schule mit nur 10 Kindern. Wir brauchen Schulen mit voller Infrastruktur und der richtigen Schülerzahl. Es ist unnötig, 10 Schulen zu haben, wo 1.000 Schüler sind, während eine Schule nur 100 hat.“ Beispiele gibt es reichlich. Im Turkana County hat Philadelphia Mixed Day Secondary, gegründet 2024, keine Schüler der 10. Klasse erhalten. Direktor Julius Atieno bat lokale Führer um Hilfe, Aussteiger aus dem Goldbergbau oder solche, die sich weigern beizutreten, wieder einzuschulen. Im Trans Nzoia County erhielt St Paul’s Kapchepsir Secondary nur vier von 45 erwarteten Schülern. Direktor Wycliffe Magero lobte die Anweisung von Präsident William Ruto, die Einschreibung ohne Uniform oder Gebühren erlaubt, um schullose Jugendliche zu retten. Ähnliche Engpässe treffen kleine Schulen in den Countys Baringo, Makueni, Kitui, Machakos, Tana River, Homa Bay, Bomet, Nakuru, Kirinyaga und Busia, die oft weniger als die Hälfte der erwarteten Aufnahmen erhalten. Eltern und Lehrer fordern Zusammenschlüsse von Schulen zur Kostensenkung, da staatliche Förderung an der Schülerzahl gekoppelt ist. Regierungsmaßnahmen zielen auf 100 % Übergang ab, doch finanzielle Hürden und Vorliebe für große Schulen bedrohen die Kleinen.

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