Wizards of the Coast hat bestätigt, dass der Künstler Dan Frazier für die Karte „Der Eine Ring“ im kommenden „Magic: The Gathering“-Set „The Hobbit (Universes Beyond)“ das frühere Kunstwerk von Marta Neal plagiiert hat. Das Unternehmen plant, Neal zu entschädigen und sie bei digitalen Versionen als Urheberin zu nennen. Frazier entschuldigte sich und erklärte, er habe ihr Werk als Vorlage verwendet, ohne es ausreichend eigenständig zu gestalten.
Fans und Künstler bemerkten auffällige Ähnlichkeiten zwischen Dan Fraziers Illustration für „Der Eine Ring“ im kommenden Set „The Hobbit (Universes Beyond)“ und der Version von Marta Neal aus dem Set „Tales of Middle-earth“. Direkte Vergleiche zeigten, dass Fraziers Werk Spuren von Runen aus Neals Entwurf enthielt, was auf dem Subreddit r/magicTCG und darüber hinaus für Spekulationen sorgte. Beide Künstler haben eine lange Geschichte mit Wizards of the Coast; Frazier trägt seit der „Limited Edition Alpha“ im Jahr 1993 zu ikonischen Karten bei, darunter „Ring of Ma’rûf“, „Berserk“ sowie die ursprünglichen Mox- und Siegel-Karten. Einige Fans verteidigten ihn zunächst mit dem Hinweis, die Ähnlichkeit sei angesichts seines Veteranenstatus möglicherweise zufällig. Fraziers Agent merkte an, dass aufgrund von Änderungen am Kunstwerk bestimmte Versionen nie überprüft wurden. Wizards of the Coast und Frazier gaben auf Bluesky eine gemeinsame Stellungnahme ab, in der sie bestätigten, dass die Ähnlichkeiten nicht zufällig waren. „Ich habe einen Fehler gemacht und fühle mich schrecklich. Besonders leid tut es mir für Marta, deren Arbeit ich sehr schätze“, schrieb Frazier. Er erklärte, dass er bei der Suche nach Online-Bildern als Referenz für „Der Eine Ring“ über Neals Version gemalt habe, ohne diese ausreichend zu verändern. Das Unternehmen bezeichnete den Fehler als unbeabsichtigt und kündigte an, Neal zu entschädigen und sie in digitalen Versionen der Karte als Mitwirkende zu nennen. Wizards dankte den Fans dafür, dass sie das Problem erkannt und sich für die Rechte der Künstler eingesetzt haben. „Dies ist ein guter Moment, um anzuerkennen, dass wir alle Menschen sind, die Fehler machen“, erklärte das Unternehmen. „Dan hat einen Fehler gemacht. Wir haben einen Fehler in unserem Prozess gemacht, da wir diesen nicht bemerkt haben. Wir entschuldigen oder akzeptieren beides nicht, aber wir schätzen Dan und seine Beiträge weiterhin und sind dankbar für seinen Platz im Spiel.“