Das 5. Internationale Patria-Kolloquium, das vom 16. bis 18. April 2026 in Havanna stattfand, endete mit einer Abschlusserklärung, in der die US-Politik gegen Kuba verurteilt und technologische Souveränität gefordert wird. Die Veranstaltung brachte 154 internationale Gäste und mehr als 3.000 nationale Teilnehmer zusammen, um den 100. Geburtstag von Fidel Castro und den 65. Jahrestag der Invasion in der Schweinebucht zu würdigen.
Die Teilnehmer des 5. Internationalen Patria-Kolloquiums in Havanna verabschiedeten eine Abschlusserklärung, in der die digitale Kommunikation als zentrales Feld für politische, kulturelle und geopolitische Auseinandersetzungen hervorgehoben wird. Sie prangerten die Machtkonzentration in transnationalen Konzernen an, die kritische Infrastrukturen, Datenströme, Algorithmen und Künstliche Intelligenz kontrollieren, was die nationale Souveränität bedroht und die Verbreitung von industrialisierten Desinformationen sowie Hassrede fördert.
Die Erklärung äußerte Besorgnis über den Einsatz digitaler Technologien, KI und Überwachungssysteme bei militärischen Aggressionen, Blockaden und psychologischer Kriegsführung und verwies dabei auf die Konflikte in Palästina, dem Libanon und dem Iran. Die Teilnehmer bekräftigten das Recht der Völker auf technologische Souveränität, demokratische digitale Ökosysteme und regulatorische Rahmenbedingungen, die dem öffentlichen Interesse und der sozialen Gerechtigkeit dienen.
Sie verpflichteten sich dazu, das Patria-Kolloquium als Plattform für Journalisten, Aktivisten und Funktionäre aus dem Globalen Süden zu stärken und Netzwerke für Ausbildung, Forschung, Content-Produktion sowie die schnelle Reaktion auf Manipulationen zu fördern. Die Gruppe unterstützte offene, transparente und mehrsprachige Technologien sowie KI für Bildung, Gesundheit, Wissenschaft und den öffentlichen Dienst.
Das Kolloquium verurteilte kategorisch die Aggressionspolitik der Vereinigten Staaten gegen Kuba, einschließlich der wirtschaftlichen, kommerziellen und finanziellen Blockade sowie des Energieembargos, forderte deren sofortige Aufhebung und appellierte an die internationale Gemeinschaft, solche Zwangsmaßnahmen abzulehnen.