Rocío Brizuela, beschuldigt, die Waldbrände in Chubut gelegt zu haben, wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete sich als Opfer der Flammen. Sie berichtete von einer Razzia in ihrem Haus und forderte Hilfe inmitten der Notlage. Staatsanwalt Carlos Díaz Mayer untersucht einen möglichen Zusammenhang mit Landstreitigkeiten in einer Mapuche-Gemeinde.
Die Waldbrände, die die Patagonien verwüsten, insbesondere in Chubut, haben eine intensive gerichtliche Untersuchung ausgelöst. Rocío Brizuela, stammend aus Pergamino und wohnhaft im Gebiet Lago Puelo, wurde vom Staatsanwalt Carlos Díaz Mayer als mögliche Auslöserin der Flammen angeklagt. In einem Interview mit C5N wies Brizuela die Anschuldigungen heftig zurück: „Das überrascht mich, denn wenn die Untersuchung in diese Richtung geht, ist das ein Desaster. Ich werde meinen eigenen Tieren, meinem Haus und meiner Familie nicht schaden.“ Sie erwähnte, ihr Haus, zwei Pferde und Haustiere verloren zu haben und in einem verbrannten Wald ohne Strom oder Wasser zu sein, während sie in Puerto Quintín arbeitet. Brizuela schilderte, dass ihr Haus in den frühen Morgenstunden durchsucht wurde, ohne Angaben zu den Vorwürfen. „Sie haben mir nicht gesagt, wessen ich beschuldigt werde. Sie haben durchsucht und nichts gefunden. Sie nahmen mein Handy, das meiner Mutter und das meines Partners“, erklärte sie. Sie deutete an, dass Razzien auch bei engen Verwandten stattfanden. Generalkommissar Andrés García erwähnte in einer Pressekonferenz Aufnahmen von Überwachungskameras, die zwei Lkw zeigen, die kurz nach Brandbeginn mit Habseligkeiten aus Puerto Patriada abfuhren, was Verdacht erregt angesichts der schnellen Ausbreitung des Feuers. Die Ermittlungen deuten auf einen Landstreit in einer Mapuche-Gemeinde hin, obwohl Staatsanwalt Díaz Mayer die Beteiligung organisierter Mapuche-Gruppen ausschloss. Er bestätigte, den Brandherd identifiziert zu haben, und warnte, dass der Täter bis zu 20 Jahre Gefängnis drohen. In diesem Zusammenhang forderte Vizepräsidentin Victoria Villarruel mehr Ressourcen zur Brandbekämpfung und härtere Strafen für Brandstifter sowie effizientere Koordination zwischen Zentralregierung und Provinzen. Die Lage in der Andenregion bleibt angespannt, mit Evakuierungen und laufenden Operationen, während betroffene Gemeinden mit materiellen und ökologischen Verlusten kämpfen.