Kimi Antonelli führt nach seinem Sieg in Spa mit sechs Siegen und sechs Pole-Positions die Formel-1-Meisterschaft an. Der scharfe, aggressive Fahrstil des Mercedes-Piloten entspricht den Anforderungen des Reglements von 2026. Teamchefs und Reifenexperten haben festgestellt, dass dieser Ansatz ihm einen Vorteil gegenüber Fahrern mit einem sanfteren Stil wie seinem Teamkollegen George Russell verschafft.
Antonelli sicherte sich den Sieg in Spa, einer Strecke, auf der er in der vorangegangenen Saison mit Problemen an der Hinterradaufhängung zu kämpfen hatte. Das Ergebnis bringt ihn in die Position, als Tabellenführer in die Sommerpause zu gehen.
Sein Stil zeichnet sich durch schnelle Lenkbewegungen und den Versuch aus, die Kurvenradien zu verkürzen. „Ich versuche, den Radius der Kurve sowie die Zeit zwischen dem Bremsen und der Totzone zu verkürzen“, sagte Antonelli. „Ich lenke im letzten Moment sehr aggressiv ein.“
McLaren-Teamchef Andrea Stella stellte fest, dass die Autos von 2026 eher einen ständigen Angriff beim Kurveneingang belohnen als sanfte Lenkbewegungen. Pirellis Motorsportchef Dario Marrafuschi erklärte, dass schmalere Reifen und die neue Aerodynamik die kombinierte Brems- und Lenkphase anspruchsvoller machen, was Fahrern entgegenkommt, die die Vorderreifen schnell auf Temperatur bringen.
Russells progressiver Stil funktionierte unter den früheren Ground-Effect-Regeln gut, scheint aber jetzt weniger effektiv zu sein. Analysen deuten darauf hin, dass Antonellis Methode den Reifenverschleiß und die Temperaturen bei Bedingungen mit geringem Grip besser kontrolliert.