Das argentinische Außenministerium hat Mohsen Soltani Tehrani, den Geschäftsträger des Iran, zur persona non grata erklärt und ihn angewiesen, das Land innerhalb von 48 Stunden zu verlassen. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf eine iranische Erklärung, die falsche Anschuldigungen gegen Argentinien enthielt. Die USA und Israel unterstützten die Entscheidung vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen.
Das argentinische Außenministerium gab über eine von Kanzler Pablo Quirno unterzeichnete und von Präsident Javier Milei auf X geteilte Erklärung bekannt, dass Mohsen Soltani Tehrani das Staatsgebiet innerhalb von 48 Stunden verlassen muss. Das Beglaubigungsschreiben des Diplomaten war im Dezember 2021 während der Präsidentschaft von Alberto Fernández akzeptiert worden. Die Entscheidung ist eine Antwort auf ein iranisches Kommuniqué mit 'falschen und unangemessenen Anschuldigungen' gegen die Argentinische Republik.
Die Regierung Milei bereitet einen möglichen formellen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Iran vor, wobei die Reaktion aus Teheran abgewartet wird. Dieser Schritt steht im Einklang mit Argentiniens Ausrichtung auf die Vereinigten Staaten und Israel, einschließlich der kürzlich erfolgten Einstufung der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) als terroristische Organisation, die mit der Hisbollah sowie den Bombenanschlägen auf die AMIA und die israelische Botschaft im Jahr 1994 in Verbindung gebracht wird.
Die Vereinigten Staaten begrüßten den Schritt. Das Büro für Terrorismusbekämpfung des Außenministeriums lobte Mileis Vorgehen gegen den weltweiten Terrorismus, während Botschafter Peter Lamelas auf X postete: „¡El presidente Trump va a hacer que el pueblo iraní sea libre y grande de nuevo!“. Auch der israelische Außenminister Gideon Sa’ar unterstützte die Ausweisung.