Sowohl Breaking Bad als auch Better Call Saul, gefeierte Serien aus Vince Gilligans Universum, stoßen auf Kritik an ihrem Umgang mit der spanischen Sprache trotz allgemeiner Anerkennung. In Albuquerque, New Mexico, angesiedelt, präsentieren die Serien wichtige Charaktere, die Spanisch sprechen, doch Dialoge und Akzente hinken oft hinterher, besonders aus Sicht fließender Sprecher. Dieses Problem hebt einen häufigen Makel bei der Darstellung lateinamerikanischer Figuren hervor.
Das Breaking Bad-Universum, das Breaking Bad und seine Prequel-Serie Better Call Saul umfasst, hat breite Anerkennung erlangt mit insgesamt 125 Episoden plus dem Film El Camino: A Breaking Bad Movie. Von Vince Gilligan erschaffen und hauptsächlich in Albuquerque, New Mexico, angesiedelt, tauchen diese Serien in die Welt der Drogenkartelle ein durch Figuren wie die mexikanische kriminelle Familie Salamanca und Gustavo «Gus» Fring, dargestellt von Giancarlo Esposito, der chilenisch-amerikanischer Herkunft ist. Ein zentraler Konflikt erstreckt sich über beide Serien: Gus Frings Rachefeldzug gegen Hector Salamanca, gespielt von Mark Margolis, für den Mord an Gus' Partner und Geliebtem Maximino «Max» Arciniega (James Martinez). Diese Fehde, die Gus über 20 Jahre verfolgt hat, entfaltet sich in der frühen Zeitleiste von Better Call Saul und erreicht ihren Höhepunkt in der vierten Staffel von Breaking Bad, wo beide Charaktere ihr Ende finden. Die Kritik richtet sich auf den spanischen Dialog in diesen erzählgetriebenen Szenen, die mit englischen Untertiteln versehen sind. Zuschauer, die fließend Spanisch sprechen, weisen auf Unstimmigkeiten in Schreibweise und Ausführung hin. Schauspieler wie Margolis jüdischer Herkunft und Esposito afroamerikanisch-italienischer Abstammung verließen sich auf Dialekttrainer, kämpften jedoch mit authentischen Akzenten für die Nationalitäten ihrer Rollen. Margolis' Hector ist in Breaking Bad größtenteils wortlos und kommuniziert per Klingel aufgrund seines Rollstuhl-Zustands, doch sein Spanisch in Flashbacks und Better Call Saul wird kritisch beäugt. Im Gegensatz dazu sticht die Darstellung von Tony Dalton als Eduardo «Lalo» Salamanca in Better Call Saul durch Authentizität hervor. Der mexikanisch-amerikanische Schauspieler, in Mexico-Stadt aufgewachsen, ist zweisprachig und liefert einen natürlichen mexikanischen Dialekt. Sein Debüt in der Staffel-4-Episode «Coushatta» neben Ignacio «Nacho» Varga (Michael Mando) verkörpert diese sprachliche Präzision, auch wenn andere spanischsprachige Rollen im Universum in der Akzentgenauigkeit variieren und manchmal kubanische oder kolumbianische Einschläge statt mexikanischer aufweisen.